Kurz vor Handelsschluss legte der Leitindex eine Kehrtwende ins Plus hin. Die US-Inflationsdaten fielen besser aus als erwartet. Überflieger des Tages waren AUA.
Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei eher geringem Volumen mit gut behaupteten Notierungen beendet. Eine Kehrtwende aus der Verlustzone legte der Wiener Markt im Späthandel vor dem Wochenende hin. In ganz Europa konnten die Indizes aus dem Minus drehen, nachdem aus den USA besser als erwartet ausgefallene Inflationsdaten berichtet worden waren. Die an den Vortagen von mehreren US-Notenbankern angeheizten Zinserhöhungsfantasien wurden dadurch gedämpft, was für positive Stimmung sorgte, hieß es am Markt. Ebenfalls zur Stimmungsumkehr beitragen konnte der gesunkene Ölpreis. Von Unternehmensseite sei wenig berichtet worden, hingegen meldeten sich umso mehr Analysten zu heimischen Unternehmen. ATX
Der ATX stieg 7,68 Punkte oder 0,18 Prozent auf 4.203,83 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 16 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 4.188 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,96 Prozent, DAX/Frankfurt +0,75 Prozent, FTSE/London +0,21 Prozent und CAC-40/Paris +0,21 Prozent. Banken
Vor allem die Banken bewegten sich am Nachmittag nach oben. Während es für die Erste Bank, die im Tagestief bis auf 43,70 Euro gefallen waren, nicht für eine positive Schlusstendenz reichte - die Titel gaben 0,13 Prozent auf 45,50 Euro geringfügig nach (1,827.988 Stück) -, konnten Raiffeisen International ein sattes Schlussplus von 2,40 Prozent auf 90,27 Euro verzeichnen (368.020 Stück). Telekom Austria
Telekom Austria fielen hingegen um 0,60 Prozent auf 14,91 Euro (1,278.388 Stück). Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie der Telekom Austria von 18,90 auf 18,00 Euro gesenkt. Die Empfehlung "Buy" für die Aktie wurde hingegen bestätigt. Der RCB zufolge würde ein möglicher Verkauf des Festnetzanbieters Tele2 leichten Druck auf die Telekom-Tochter mobilkom bringen, falls ein Mobilfunkanbieter den Zuschlag bekommt. Die Telekom dürfte aufgrund ihrer dominanten Stellung am Markt nicht zum Zug kommen, so die RCB. OMV
OMV gehörten wie der gesamte Ölsektor in Europa zu den Verlierern. Auf der Verliererseite standen trotz einer Anhebung des Kursziels von 56,50 Euro auf 76,0 Euro und einer Kaufempfehlung durch ING die Anteile der OMV. Die Papiere reduzierten sich um 1,63 Prozent auf 51,41 Euro (463.000 Stück). Wienerberger
Ebenfalls nicht aus der Verlustzone vorarbeiten konnten sich Wienerberger. Die Aktien des Ziegelherstellers reduzierten sich um 2,56 Prozent auf 30,39 Euro (485.962 Stück). Intercell
Eine Bestätigung der Anlageempfehlung "Buy" kam von Sal. Oppenheim für Intercell, die um 2,21 Prozent auf 31,01 Euro zulegen konnten (167.410 Stück). Das Kursziel wurde mit 34 Euro ebenfalls bestätigt. AUA
Als einer der Überflieger des Tages entpuppten sich die Aktien der AUA. Die Aktie stieg um 5,43 Prozent auf 3,88 Euro (280.050 Stück). Hier wurden gleich zwei Analystenstimmen bekannt. Die Citigroup hat die Verkaufsempfehlung "Sell" bestätigt und das Kursziel von 2,80 auf 2,90 Euro angehoben. Die RCB hat das Kursziel für die Aktien der heimischen Fluglinie von 5,60 auf 4,20 Euro gesenkt. Das Anlagevotum "Hold" wurde bestätigt. EVN, Verbund
(APA/Red.)