Ärzte-Streik am Montag: 15.000 Ordinationen geschlossen

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Notdienste sollen die Versorgung der Patienten gewährleisten. Kanzler Gusenbauer zeigt sich verhandlungsbereit bei der Gesundheits-Reform.

Die Ärzte machen mit ihrem Protest gegen die Gesundheitsreform Ernst und gehen am Montag in Streik. Die rund 15.000 Ordinationen von Hausärzten, Fach- und Wahlärzten in ganz Österreich sollen aus Protest geschlossen bleiben, geht es nach der Ärztekammer. Die Versorgung der Patienten soll durch Notdienste und verstärkten Notarztbetrieb sowie in Ambulanzen sichergestellt werden. In der politischen Debatte über die Reform ist indes weiter keine Bewegung gekommen. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hat am Sonntag die "Wichtigkeit und Notwendigkeit einer zügigen Gesundheitsreform" betont. Schritte zur Sicherung des Gesundheitssystems seien unabdingbar, aber auch "verhandelbar", so der Kanzler: Die Regierung sei Änderungsvorschlägen gegenüber aufgeschlossen, so sie der Absicherung des Gesundheitssystems dienten. Er verwies dafür auf die parlamentarische Beratung der Gesetze. Parlament am Zug

Die Regierungsvorlage liegt im Parlament, das Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (V) nun am Zug sieht. Dort herrscht allerdings noch ein Tauziehen der Fraktionen über den Fahrplan im Sozialausschuss. Experten und Kritiker - also auch Ärztevertreter - sollen aber jedenfalls zu Wort kommen. Die erste Sitzung des Ausschusses ist für Dienstag, einen Tag nach dem Streik angesetzt - Tagesordnung gibt es aber noch keine. Noch vor dem Sommer will die Regierung das Paket im Parlament absegnen lassen. Kritikpunkte der Ärztekammer

(APA)

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