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Le Mans: Audi wieder Sieger, Klien Dritter

(c) Gepa
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Achter Sieg für den Dänen Tom Kristensen. Regen kostete den favorisierten Peugeots den Sieg. Die Österreicher Klien und Wurz kamen auf Rang drei bzw. fünf.

Rekordsieger Tom Kristensen hat beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans vor der Rekordkulisse von 258.000 Zuschauern seinen achten Sieg gefeiert. Der Däne gewann am Sonntag im Audi R10 auch die 76. Auflage des härtesten Langstrecken-Rennens der Welt eine Runde vor dem Peugeot-Trio Marc Gene, Nicolas Minassian und Jacques Villeneuve.

Aus dem erhofften vierten Gesamtsieg eines Österreichers wurde nichts. Dritter wurde der mehrmals in Führung gelegene Peugeot mit Christian Klien. Die Voraussetzungen für die beiden jeweils in einem der drei favorisierten Peugeot sitzenden Formel-1-Österreicher Klien und Alexander Wurz waren so günstig wie schon lange nicht. Die Fahrzeuge aus Frankreich waren pro Runde um bis zu vier Sekunden schneller, wurden aber Opfer von Defekten sowie des nächtlichen Regens.

Bei nasser Strecke machten Kristensen, Rinaldo Capello aus Italien und Allan McNish aus Schottland dank besserer Traktion und offenem Cockpit den Geschwindigkeits-Nachteil wett, während die Peugeot-Piloten in ihren geschlossenen Prototypen mit schlechter Sicht kämpften. So holte Kristensen den bereits fünften Audi-Sieg in Folge. "Tom ist und bleibt der König von Le Mans", sagte Motorsport-Chef Wolfgang Ullrich.

5193 Km in 24 Stunden


Der Regen verhinderte auch die Verbesserung des mit 5.225 Kilometern noch immer von 1971-Sieger Helmut Marko gehaltenen Distanzrekords, der sich zur Halbzeit noch abgezeichnet hatte. Kristensen und Co. kamen auf 5193 Km.

In einem der spannendsten Rennen seit langem war bis auf kurze Audi-Führungen zunächst immer einer der schnelleren Peugeot 908 HDI voran gelegen. Ihre Dominanz aus dem Zeittraining bestätigten die Peugeot-Trios aber selbst bei zunächst guten äußeren Bedingungen nicht.

Pech hatte vor allem der von der Pole-Position gestartete Peugeot des Österreichers Alexander Wurz. Co-Pilot Stephane Sarrazin verlor schon nach zwei Stunden wegen eines Getriebeproblems fast zwanzig Minuten an der Box und büßte damit früh alle Sieg-Chancen für den Wurz-Peugeot ein. Bei Montagny/Klien/Zonta musste zunächst ein defekter Scheinwerfer ersetzt werden, dann verlor Klien bei einem Ausflug ins Kiesbett eine Runde.

Klien im Kies

"Zu blöd. Zunächst ist die Meldung vom verpflichtenden Scheinwerfer-Wechsel nicht beim Team-Manager angekommen und hat uns Zeit gekostet. Dann hat mir in der Nacht ein langsamerer Fahrer die Tür zugemacht und die Streckenposten haben drei Minuten gebraucht, um mich aus dem Kies zu bekommen. Dadurch haben wir eine ganze Runde verloren", bedauerte Klien. "Ewig schade, denn wir waren von den Rundenzeiten her die absolut Schnellsten", sagte der Vorarlberger.

Diesel-Konkurrent Audi präsentierte sich auf dem 13,629 Kilometer langen Traditionskurs an der Sarthe hingegen fahrerisch souverän und ohne technische Schwäche bei den drei R10 TDI-Prototypen. Zudem brauchten die Ingolstädter dank ihres geringeren Verbrauchs weniger Tankstopps.

1. Tom Kristensen/Allan McNish/Rinaldo Capello (DEN/GBR/ITA) Audi R10 TDI 381 Runden
2. Jacques Villeneuve/Nicolas Minassian/Marc Gene (CAN/FRA/ESP) Peugeot HDi-FAP +1 Runde
3. Franck Montagny/Christian Klien/Ricardo Zonta (FRA/AUT/BRA) Peugeot 908 HDi-FAP +2 Runden
4. Alexandre Premat/Lucas Luhr/Mike Rockenfeller (FRA/GER/GER) Audi R10 TDI +7 Runden
5. Stephane Sarrazin/Pedro Lamy/Alexander Wurz (FRA/POR/AUT) Peugeot 908 HDi-FAP +13 Runden

(APA)