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Nachrichten Meinung Magazin
GRAZER OPERNREDOUTE 2014
Politiker

Politiker im Fegefeuer der Eitelkeiten

06.02.2014 um 10:42
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Hauptbild • GRAZER OPERNREDOUTE 2014 • (c) APA/ERWIN SCHERIAU (ERWIN SCHERIAU)
GRAZER OPERNREDOUTE 2014
Die frühere VP-Justizministerin Beatrix Karl soll einer Mode-Schülerin für ein Ballkleid zunächst nur ein Honorar von zehn Euro bezahlt haben. Nach Anfrage von "News" erhielt die Schülerin für die Projektarbeit dann letztlich 300 Euro. "Die geizigste Politikerin Österreichs" ist Karl für das Magazin.

Schönheits-OPs, retuschierte Fotos, Make-up auf Staatskosten: Ihre Eitelkeit wird Politikern immer wieder zum Verhängnis.
APA/ERWIN SCHERIAU
Die frühere SP-Bildungsministerin Claudia Schmied gab in einem Monat 1440 Euro aus dem Repräsentations-Budget ihres Ministeriums für Airbrush-Make-up aus und sorgte damit für Empörung. Ein gefundenes Fressen für die Opposition, ...
(c) Bruckberger
... die sogleich auch die Schminke von Schmieds Parteichef unter die Lupe nahm. SP-Bundeskanzler Werner Faymann hatte nämlich eingeräumt, auch schon einmal Kosten für einen Visagisten verrechnet zu haben.
(c) AP
Auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache machte zuletzt mit seinem Äußeren Schlagzeilen. Seine glatte Stirn- und Augenpartie führte zu Spekulationen, er habe sich eine Botox-Kur gegönnt.
(c) EPA
Schließlich gab es auch schon weniger "frische" Bilder des FP-Chefs. Straches Antwort auf die Gerüchte: "Hörn' S auf - das ist lächerlich. Ich brauch kein Botox."
(c) Bruckberger
Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy ließ sich während seines Wahlkampfs für insgesamt 34.455 Euro schminken. Das war der für Wahlkampfkosten-Erstattung zuständigen Kommission zu dick aufgetragen: Sie genehmigte nur ein Drittel der Make-up-Kosten, den Rest musste Sarkozy aus eigener Tasche bezahlen.
(c) Reuters
Sarkozy ist überhaupt ein Meister der Eitelkeit: Im rumänischen Parlament sorgte er für Heiterkeit, als er für eine Rede ein 20 cm großes Podest hinter das Pult stellen ließ.
(c) AP
Bei einer Ruderpartie mit seinem Sohn zeigte der frühere französische Präsident den wohlgenährten Oberkörper - und die Zeitung "Paris Match" ließ die präsidiale Speckrolle auf dem Bild promptwegretuschieren (Bild oben). Sarkozys Büro dementierte entschieden jegliche Einflussnahme. Allerdings ist der Konzernchef des Blatts ein enger Vertrauter des Präsidenten.
(c) Rueters (N. Hamberg); Paris Match
Auch Russlands Präsident Wladimir Putin präsentierte schon einmal die nackte Brust: Er stellte sich beim Fischen als starker Mann zur Schau, die Bilder gingen um die Welt.
(c) AP (Dmitry Astakhov)
US-Präsident Barack Obama gilt als Sex-Symbol: Ein Fanartikel-Hersteller bietet sogar eine eigene Produktlinie mit dem Titel "Sexy Obama" an. Im Wahlkampf wurde berichtet, dass Obama an einem Tag gleich dreimal ins Fitnessstudio ging. Kommentatoren fragten spöttisch, ob er Präsident werden wolle oder Mister Universum.

Kaum im Amt, sprossen bei Obama dann graue Haare. US-Medien spekulierten, er habe sich die Schläfen gefärbt, um distinguierter auszusehen. Obamas Leib-Friseur dementierte öffentlich.
(c) Reuters
Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel gilt vielen als komplett uneitel, doch ihre Medien-Inszenierung ist perfekt: Fotos von der Seite, von unten und beim Gehen werden tunlichst vermieden. Im April sorgte Merkel bei einem Opernbesuch in Oslo mit einem tiefen Ausschnitt für Aufregung.
(c) Reuters (Scanpix)
Merkels Vorgänger Gerhard Schröder war ebenfalls stets auf sein Image bedacht: Er klagte erfolgreich eine Nachrichtenagentur, die berichtet hatte, er färbe seine Haare.
(c) AP (Fritz Reiss)
Auch Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer kennt Diskussionen über seine Haarpracht: Nach einem ORF-Auftritt wurden Gerüchte laut, er habe zur Tönung gegriffen. Gusenbauer ließ dementieren - anders als sein deutscher Kollege zog er aber nicht vor Gericht.
(c) AP (Hans Punz)
Gusenbauers Kanzler-Vorgänger Wolfgang Schüssel musste ebenfalls ähnlich haarige Erfahrungen machen: Eines Tages im Jahr 2000 tauchte er plötzlich mit frisch erbrauntem Haar auf. Schüssel schwieg zu der Causa, einige Parteikollegen sprangen mit einer Erklärung ein: Schüssel habe irrtümlich die Tönung seiner Frau erwischt.

Gänzlich egal dürfte Schüssel seine Erscheinung aber auch nicht sein - schließlich verpasste er sich bei seinem Antritt als Kanzler einen neuen Look: Bunte Brillen und Mascherl mussten weichen.
(c) APA (Georges Schenider)
Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser gilt als einer der heimischen Meister im Jahrmarkt der Eitelkeiten. Nach seinem Ausscheiden aus der Poitik modelte er etwa oben ohne für die Zeitschrift "Vanity Fair".
(c) AP (Hans Punz)
Politiker des BZÖ teilten offenbar die Liebe zur Sonnenbank: Ob Peter Westenthaler...
(c) Clemens Fabry
... Stefan Petzner...
(c) AP
... oder seinerzeits der mittlerweile verstorbene Parteichef Jörg Haider.
(c) AP
Der damalige Sozialminister Erwin Buchinger verpasst sich im Dienste der guten Sache einen neuen Look. Er ließ gegen eine Spende an einen Obdachlosenverein Haare. Dem eigenen Ego dürfte die Aktion dennoch auch gutgetan haben: "Wer ist dieser junge Mann, der mir da aus dem Spiegel entgegenlächelt?", meinte Buchinger bei seinem Anblick verzückt.
(c) AP (Hans Punz)
Eitle Politiker gibt es also wie Sand am Meer - einer übetrifft sie aber alle: Silvio Berlusconi. Italiens Ex-Premier ist stets auf eine "bella figura" bedacht. 2004 erregte er Aufsehen, als er den damaligen britischen Premier Tony Blair auf Sardinien im Piraten-Look empfing.
(c) AP
Ein paar Monate zuvor hatte er sich liften lassen (im Bild links: vorher; rechts:nachher). "Nur unter den Augen", wie Berlusconi sagte. Experten wollten aber auch einen strafferen Hals entdeckt haben.
(c) AP (Danenico Stinellis und Massimao Sambucetti)
2006 unterzog sich Berlusconi dann auch noch einer Haartransplantation. Fortsetzung folgt bestimmt.
(c) AP (Antonio Calanni)

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