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Schweiz ist Europameister im EM-Fernschauen

(c) EPA (LAURENT GILLIERON)
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In keinem Land wird die EM so fleißig am Bildschirm verfolgt wie in der Schweiz: Jeder zweite sieht dort Fußball. Am wenigsten interessiert zeigen sich die Russen.

Das Fußball-Team der Schweiz ist in der Vorrunde der Europameisterschaft zwar ausgeschieden, am Schirm ist die EM für die Eidgenossen aber noch lange nicht vorbei. Sie haben im Verlauf des Turniers bisher das größte Fußballinteresse an den Tag gelegt. Jeder zweite Schweizer (49 Prozent) fieberte beim Spiel gegen die Türkei vor den heimischen Bildschirmen mit der Nationalelf mit. Das ist die höchste TV-Durchschnittsreichweite der bisherigen EM.

Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Mediaagentur Initiative, die nach der Vorrunde eine erste Bilanz zu den TV-Reichweiten gezogen hat. In der Studie werden allerdings jene Fußballfans, die die Spiele in Gasthäusern oder Public-Viewingzonen anschauen, nicht mitgezählt. Deutschland wird in der Erhebung ebenfalls nicht berücksichtigt, da hier keine Reichweitendaten geliefert wurden, sagt Helmut Prattes von der Agentur Initiative.

Niederlande fiebern mit

Vize-Europameister im Wohnzimmer-Fußballschauen sind die Niederländer. Das Spiel gegen Frankreich verfolgten 43 Prozent der Gesamtbevölkerung von zu Hause aus, wogegen nur 22 Prozent der Franzosen ihrer Mannschaft vor den Fernsehern die Daumen hielt. Auf Platz drei liegen die Italiener. 38 Prozent sahen die Neuauflage des WM-Finales gegen Frankreich.

Die Österreicher können da nicht mithalten. Den Reichweitenrekord gab es beim Spiel gegen Deutschland, bei dem 31 Prozent der Bevölkerung auf der Wohnzimmercouch anzutreffen waren.

Russen und Tschechen nicht vorm Schirm

Das geringste Fußballinteresse - zumindest in der Vorrunde - zeigten die Russen. Beim Spiel gegen Griechenland sahen nur zwölf Prozent der Bevölkerung zu. Auch die Tschechen interessierten sich wenig für den Sieg ihrer Mannschaft über die Schweiz (13 Prozent). Platz drei der Fußballmuffel belegte bisher die Türkei - lediglich 15 Prozent der Türken im eigenen Land sahen den Fußballkrimi gegen Portugal.

In Österreich schalteten beim ersten Viertelfinalspiel am Donnerstagabend wieder mehr als eine Million Fußballbegeisterte ORF 1 ein. Durchschnittlich sahen 1,095 Millionen Österreicher die zweite Spielhälfte vor dem Fernseher. Der ORF erreichte damit einen KaSat-Anteil von 47 Prozent.

(APA)