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Nackte Tatsachen gegen den Autoverkehr

APA (Müller)
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Etwa 200 Radfahrer, teilweise nackt, bunt bemalt oder kostümiert, rollten am Freitagabend durch Wien. Zur Abfahrt um 17.00 Uhr tummelten sich fast mehr Polizisten, Schaulustige und Medienvertreter am Margaretenplatz im 5. Bezirk als nackte Radfahrer. Zum dritten Mal sollte mit der "Naked Bike Ride" auf die Gefahren für Radfahrer und Fußgänger im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden.

Nach und nach trudelten bis 17.30 Uhr die Biker im Adamskostüm ein. Die schwangere Angelina (26) ließ ihren nackten Babybach unter einem kurzen Oberteil hervorblicken. "Man denkt schon daran, wie es dem Kleinen einmal gehen wird. Es ist so viel Platz auf der Straße", sagte sie zur APA.

Schließlich passierte auch ein kroatischer Fußballfan die friedlich versammelte Radfahrergruppe. Der Mann, in der rechten Hand ein Jausensackerl haltend und links eine kroatische Fahne schwenkend, hatte sichtlich Spaß. Kurz nach halb sechs radelten die Demonstranten in Polizeibegleitung in Richtung Wienzeile los.

Immer wieder hupten ein paar vorbeifahrende Autos den Radfahrern entgegen, die die Rechtsabbiegespur am Margartenplatz mit Rädern verstellten. Schließlich gesellten sich ein paar "Unten-ohne"-Radler oder ganz nackte Demonstranten unter die Menge. "So was furchtbares", ärgerte sich eine Passantin.

Die "Critical Mass" Bewegung ist 1992 in San Francisco als globale Bewegung entstanden. Zum dritten Mal fand heuer die "Naked Bike Ride" in Wien statt. Mit dem Ziel, Radfahrern mehr Platz und Akzeptanz im Straßenverkehr zu gewähren.

(APA)