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Europa: Zahl der EU-Gegner wächst

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Einer aktuellen Umfrage zufolge sehen nur noch 52 Prozent der Unions-Bürger die Mitgliedschaft ihres Landes in der EU als "gute Sache". Österreich ist bei der EU-Zustimmung Schlusslicht, Irland Spitzenreiter.

Die EU wird bei ihren Bürgern immer unbeliebter. Das ergibt eine aktuelle Eurobarometer-Umfrage der EU-Kommission. Demnach gaben 52 Prozent der Befragten an, die Mitgliedschaft ihres Landes in der Europäischen Union sei "eine gute Sache".

Das sind um sechs Prozentpunkte weniger als bei der vorangegangenen Umfrage im Herbst, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte.

Angesichts des negativen Votums zum Lissabon-Reformvertrag überraschend: Die Iren sind offenbar die größten EU-Anhänger. 73 Prozent gaben bei der im April durchgeführten Umfrage an, dass sie die EU-Mitgliedschaft ihres Landes für eine gute Sache halten. 82 Prozent der Iren sind überdies überzeugt davon, dass ihr Land vom EU-Beitritt profitiert habe. Nach dem Lissabon-Vertrag wurde in der Umfrage nicht gefragt. Auch in den Niederlanden ist die Unterstützung für die Union überdurchscnittlich hoch.

Österreich im Schlussfeld

Am anderen Ende der Skala liegt Österreich: Hier halten nur 36 Prozent die EU-Mitgliedschaft ihres Landes für eine gute Sache, ein ebenso großer Anteil sieht Vorteile durch die EU. 26 Prozent der Österreicher lehnen die EU-Mitgliedschaft dezidiert ab. Mehr als ein Drittel ist unentschieden.

In der vorangegangenen Eurobarometer-Umfrage von vergangenen Dezember zeigten noch 38 Prozent der Österreicher Unterstützung für die EU-Mitgliedschaft, 42 Prozent sahen darin Vorteile.

(Ag./Red.)