Wiener Börse zu Mittag: Abrutsch ins Minus

Mit einem weiter nachgebenden europäischen Umfeld geht es auch in Wien bergab. Besonders Bankaktien stehen unter Druck. Rosenbauer führt die Gewinnerliste an.

Die Wiener Börse präsentierte sich Donnerstag zu Mittag bei durchschnittlichem Volumen mit sehr schwacher Tendenz. Mit einem weiter nachgebenden europäischen Börsenumfeld ging es auch in Wien im Verlauf bergab. Stark unter Verkaufsdruck standen europaweit nach neuen negativen Nachrichten die Bankenaktien. Der belgisch-niederländische Finanzkonzern Fortis plant eine milliardenschwere Kapitalerhöhung und beim US-Finanzriesen Citigroup erwarten die Goldman-Sachs-Analysten im zweiten Quartal weitere Abschreibungen in der Höhe von neun Milliarden US-Dollar. ATX

Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 3.957,91 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 91,25 Punkten bzw. 2,25 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,45 Prozent, FTSE/London -1,13 Prozent und CAC-40/Paris -1,25 Prozent. Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 4.048,69 Punkten, das Tagestief lag um etwa 12:00 Uhr bei 3.956,99 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 2,07 Prozent tiefer bei 1.865,70 Punkten. Im prime market zeigten sich zehn Titel mit höheren Kursen, 39 mit tieferen und zwei unverändert. In acht Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. prime market

Bis dato wurden im prime market 2.820.688 (Vortag: 2.400.587) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 146,618 (111,29) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Bank mit 596.636 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 48,91 Mio. Euro entspricht. Erste Bank, Raiffeisen

Erste Bank-Aktien ermäßigten sich um 3,36 Prozent auf 40,58 Euro (596.636 Stück). Raiffeisen International (RI) verbilligten sich um 3,17 Prozent auf 84,24 Euro (95.601 Stück). Seit dem Jahreswechsel verloren die RI-Papiere damit in Summe bereits fast 20 Prozent an Kurswert. Wienerberger

Wienerberger rutschten um 5,41 Prozent auf 27,65 Euro ab (253.437 Stück). Die Papiere des weltgrößten Ziegelherstellers schossen jedoch am Mittwoch um neun Prozent in die Höhe. Die Aktie des steirischen Anlagenbauers Andritz sackten um 4,51 Prozent auf 41,10 Euro ab (40.126 Stück). Verbund

Stark unter Verkaufsdruck standen auch Verbund. Die Aktien des Stromversorgers gingen um 4,03 Prozent auf 54,31 Euro zurück (171.398 Stück). Flughafen Wien

Flughafen Wien sanken um 2,46 Prozent auf 60,18 Euro (9.224 Stück). Heute ist mit dem Semifinale der EURO 2008 zwischen Spanien und Russland in Wien der bisher verkehrsstärkste Tag in der Geschichte des heimischen Airports. Rosenbauer

(APA/Red.)

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