Die österreichischen Bankenaufseher wollen Zähne zeigen, wo sich Banker um die Herausgabe von Dokumenten drücken: Um sich Zugang zu wichtigen Unterlagen zu verschaffen, wünschen sich die Aufseher, ihrem Auskunftsbegehr im Notfall mit Hausdurchsuchungen Nachdruck zu verschaffen. Das muss der Gesetzgeber aber erst erlauben.
Die operative Bankenprüfung ist heuer im Jänner zur Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) gewandert, Behörde dafür blieb die Allfinanzaufsicht FMA. OeNB- und FMA-Management haben am Freitag ihren Aufsichtsfokus vorgestellt. Zu den "sensiblen Themenbereichen" zählten auch Aktivitäten der geprüften Institute in Offshore-Zentren und die Beziehungen zu Stiftungen.
Das Aufsichts-Netz sei engmaschiger geworden, zwischen Prüfung und Bescheid vergeht weniger Zeit. Die Aufseher berichten auch, dass die Wirtschaftsprüfer vorsichtiger geworden sind, öfter bei den Behörden nachfragten, ob etwas zu melden ist. Nicht zuletzt eine der Lehren aus den vergangenen Bankenskanalen, allen voran der BAWAG.
(APA)