Wo Grillgut neben Halbnackten brutzelt.
Wo Romantiker an der frischen Luft dösen.
Wie Radler ein Überholmanöver starten.
Was Flocki betrifft. Und überhaupt.
Überholmanöver
Das Radwegsystem in Wien zu durchblicken, wird von Jahr zu Jahr leichter. Dort, wo aber der Radler den Hauptstrom verlässt, ist Kompromiss gefragt. Denn man bewegt sich dann nicht mehr auf einem „Ein-Richtungs-Radweg“, sondern womöglich gegen die Einbahn, im Mischverkehr oder auf einem Mehrzweckstreifen. Das Wiener Radwegenetz kennt noch weitere solcher AnlageArten – und kommt so locker auf mehr als 1000 Kilometer. Wie können sich Radler da orientieren? Man kann auf www.wien.gv.at/verkehr eine Onlineabfrage starten und sehen, welche Radwege es rund um den eigenen Standpunkt gibt. Der konventionellere Weg ist die Radkarte aus Papier, die gibt es bei Argus, der Lobby für „gesunden Stadtverkehr“, www.argus.or.at. Wen es mit dem Mountainbike in den Wienerwald hinauslockt, findet auf www.mbike.at präzise Karten mit Höhenprofilen. Sollte das richtige Rad dazu fehlen, hier kann man sich coole Teile ausleihen: www.enzovelo.at. Für kurze Strecken einfach ein Citybike, ein Gratis-Stadtrad, checken. http://www.citybikewien.at
Nostalgie
Was auch immer es ist, das uns wieder die Picknickkörbe packen und grüne Wiesen belagern lässt: die Sehnsucht nach Romantik, die Rückkehr der Bürgerlichkeit oder schlicht die Tatsache, dass es keinen Grund gibt, gerade dann auf Urlaub zu fahren, wenn es in Wien am schönsten ist. Na denn, das sind Gelegenheiten: Jeden Sonntag veranstaltet die MAK-Expositur beim Geymüllerschlössl (Pötzleinsdorf) ein Picknick in biedermeierlichem Ambiente. Decken und Taschen werden zur Verfügung gestellt. www.mak.at/geymuellerschloessel. Ähnlich lauschig fällt ein Picknick bei der Villa Aurora aus, da werden feine Picknickkörbe gepackt (ca. 50 Euro), in der Creperie an der oberen Alten Donau bekommt der Nostalgiker einen Korb – plus Boot. Das ist die eine, die Picknick-gegen-Kohle-Variante. Die andere heißt: selber Wurstbrote machen, Gemüse schnippseln, Equipment schleppen. Da geht‘s hin: zur Jesuitenwiese im Prater, in den Türkenschanzpark, auf die Steinhofgründe, auf die Bellevuewiese, auf den Himmel, auf die Jägerwiese ... www.wien.gv.at
Grillgut
Wo man in der Sonne brutzelt, wird auch gegrillt. Auf der Donauinsel schreien 15 öffentliche Holzkohlegrillplätze nach frischem Fleisch. Allein: Man sollte sich schon früh darüber den Kopf zerbrechen, wann man im übernächsten Sommer einen Grillplatz bucht. Die Nachfrage ist eben groß. Eine neue Regelung könnte dafür sorgen, dass die Verteilung nun besser funktioniert: Die Reservierung kostet jetzt zehn Euro; da werden es sich Platzhirsche dreimal überlegen, einen Griller zu buchen, und dann nicht zu nützen. Info beim Grilltelefon: T 01/4000/96496.
PS: Wer die eigene Entourage mitschleppt, kann bei der Steinsporbrücke gratis grillen.
sechsertragerl Es gibt in Wien freilich noch ein paar andere öffentliche Grillplätze, weniger bekannte, dafür aber nicht reservierungspflichtig: etwa in der noblen Lage der Krapfenwaldgasse (19.) oder im Draschepark (23.) – schön verbuscht und mit Triesterstraße-Tangente-Interferenzen. Das Retentionsbecken beim Auhof (14.) hat seinen eigenen Charme. www.wien.gv.at/wald/freizeit/grillen.htm
Hundeleben
Flocki unterwegs Mit Tieren zu reisen, bedarf einiger Vorbereitung, denn für verschiedene Länder gelten unterschiedliche Einreiserichtlinien (EU-Heimtierpass, diverse Impfnachweise, spezielle Behandlungen). Das Veterinäramt der Stadt Wien (MA 60) gibt Auskunft, was für Flocki, Minki und Co. wichtig ist. www.tierschutzinwien.at; Umgekehrt: Flocki geht nicht auf Urlaub, seine Leute aber schon. Wer Tiersitter oder eine Tierpension sucht, bekommt Auskunft bei der Tierschutz-Helpline des Veterinäramtes unter T 01/4000/8060. The worst case: Flockis Leute sind auf Urlaub, er selbst auf der Straße: Auch das kommt in Wien leider immer wieder vor. Wer Tiere findet, soll sich an die „Fundservicestelle für Tiere“ des Magistrates wenden: T 01/4000/8060.
Minki, sehr Fesch Was für den Zweibeiner recht ist, ist für den Vierbeiner billig beziehunsgweise teuer: Das Luxussegment hat die Tierwelt längst erreicht. Nur ein Beispiel: Bei „Tierträume“ (Neulinggasse, 1030) bekommt man Schlafcanapés, Augencremen, Halsketten, Tragetaschen – für Minki. www.tiertraeume.at