Der Mond hat sich vor die Sonne geschoben. Die partielle Sonnenfinsternis war mit freiem Auge nicht zu sehen. In anderen Ländern wurde die Sonne zur Gänze verdeckt.
Bis zu 20 Prozent wurde die Sonne heute vom Mond verdeckt. In Österreich war das Spektakel von 11.00 bis 12.30 Uhr zu sehen, allerdings nicht mit freiem Auge. Die restlichen 80 Prozent Sonnenlicht sind viel zu stark, als dass man eine Veränderung in der Helligkeit erkennen könnte. Einen Blick gen Himmel sollte man nur mit ausreichend geschützten Augen werfen, mit freiem Auge, aber auch mit Sonnenbrille drohen unheilbare Schäden.
Um 10.55 Uhr hat sich der Mond in Bregenz vor die Sonne geschoben, in Eisenstadt war die Sonnenfinsternis vier Minuten später zu sehen. In Eisenstadt war die Finsternis mit 19 Prozent Sonnenverdeckungr am besten zu sehen.
Während in Österreich die Sonnenfinsternis nur mit Hilfsmittel erkennbar war, konnten sich Grönland, die Arktis, Sibirien, die Mongolei und China über eine totale Sonnenfinsternis freuen. Als einzige Großstadt war die russische Stadt Nowosibirsk ganz im Dunkeln.
Wie kommt es zur Sonnenfinsternis?
Die Erde und der Mond werfen lange Schatten in den Weltraum. Wenn ein Himmelskörper nun in den Schatten des anderen tritt, kommt es bei günstigen Positionen zur Verdunkelung auf der Erde oder dem Mond.
Bei einer Sonnenfinsternis steht der Mond zwischen Erde und Sonne. Alle drei müssen sich auf exakt einer Linie befinden. Das kommt nur selten vor, zumal zur gleichen Zeit auch noch Neumond sein muss.
Im Durchschnitt kommt es ein bis zweimal pro Jahr zu einer Sonnenfinsternis, eine Mondfinsternis ist bis zu fünf Mal im Jahr zu sehen. Je nachdem wie sehr der Mond das Sonnenlicht verdeckt, gibt es eine partielle oder eine totale Sonnenfinsternis. Nur bei einer totalen Finsternis kommt es zu einer vollkommenen Verdunkelung. Der Bereich der Verdunkelung wird Kernschattenzone genannt und ist sehr schmal, maximal 300 Kilometer breit.
Sonnenfinsternis als böses Omen
Lange Zeit galten Sonnen- und Mondfinsternisse als Unheilsboten. Beim Tod von Christus soll sich laut Evangelium die Sonne verdunkelt haben, auch beim Tod Cäsars verdeckte angeblich der Mond die Sonne. So hielten viele Herrscher eine Sonnenfinsternis für ein böses Omen. Der abergläubische Ludwig I. starb 840, nachdem er eine Sonnenfinsternis beobachtet hatte.
Machthaber nutzten die Kenntnisse von Astronomen aber auch, um andere Menschen mit ihrem Wissen zu beeindrucken. Christoph Kolumbus soll 1504 die Sympathie der Einheimischen auf Jamaika erlangt haben, indem er eine Mondfinsternis vorhersagte.
Sonnenfinsternisse galten immer als Inspiration für Künstler, so etwa für Adalbert Stifter, der 1842 von der totalen Sonnenfinsternis schwärmte und die Eindrücke in einem Aufsatz verarbeitete.