EZB hat laut Liebscher bei Zinsen noch Spielraum

APA (Archiv/Techt)
  • Drucken

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat nach den Worten ihres scheidenden Ratsmitglieds Klaus Liebscher den Spielraum bei den Zinsen noch nicht ausgereizt. Er wisse aber nicht, was sich auf den nächsten Ratssitzungen im August und September tun werde, sagte Liebscher am Freitag der Agentur Bloomberg. Die EZB sei nicht vorab festgelegt. Derzeit sei der Leitzinssatz auf einem guten Niveau.

Es sei aber auf jeden Fall nötig, eine Lohn-Preis-Spirale zu verhindern. Keinesfalls könne bei der Entwicklung der Inflation bereits Entwarnung gegeben werden. Zugleich schloss Liebscher nicht aus, dass die EZB ihre Prognose für das Wachstum um ein oder zwei Zehntelpunkte senken müsse. Zum Jahresende könne sich aber eine konjunkturelle Erholung einstellen, sagte Liebscher, der Ende August aus dem Rat ausscheiden wird. Sein Nachfolger als Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) wird Ewald Nowotny, der sein Amt am 1. September antritt.

Die EZB hatte Anfang Juli den Leitzins für die Euro-Zone leicht auf 4,25 Prozent angehoben, um die steigende Teuerung im Zaum zu halten. Für die kommenden Monate hatte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet unveränderte Zinsen signalisiert. An den Märkten wird aber weiter über wenigstens einen weiteren kleinen Zinsschritt noch in diesem Jahr spekuliert.

(APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.