Reaktionen: "Rückkehr des Sargnagels"

Die Grünen reagieren auf das Antretetn von Heide Schmidt "mit Distanz". Das BZÖ bezeichnete das LIF als eine "zweite SPÖ-Liste bestehend aus Millionären und Nadelstreifsozialisten".

"Mit Distanz" haben am Freitag die Grünen auf das Antreten des Liberalen Forums unter Heide Schmidt reagiert. "Das LIF ist mit der heutige vorgestellten Spitzenkandidatin 1999 aus dem Parlament geflogen", so Bundesgeschäftführerin Michaela Sburny. Noch mehr "Distanz" demonstrierte BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz: Er sprach von einer Rückkehr des "Sargnagels" Schmidt. Trotzdem begrüßte er grundsätzlich das Antreten einer weiteren Liste.

"Nach der FPÖ-Abspaltung und dem SPÖ-Bündnis startet es nun einen dritten Versuch, diesmal als ein Art 'Liste Haselsteiner'", spielte Sburny auf die Unterstützung der Liberalen durch Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner an. "Man darf gespannt sein, wie das LIF Fragen nach möglichen Unvereinbarkeiten beantworten wird, die sich durch das Abhängigkeitsverhältnis von der Führung eines Baukonzerns ergeben", so die Grüne Wahlkampfleiterin.

Auf die am Freitag präsentierten führenden Köpfe der Liberalen im Wahlkampf schoss sich auch Grosz ein: "Mit der heutigen Kandidatur von Schmidt und Haselsteiner tritt endgültig eine zweite SPÖ-Liste - ein Links-Forum bestehend aus Millionären und Nadelstreifsozialisten - bei der Nationalratswahl an." Schmidt sei außerdem eine der vehementesten Unterstützerinnen der SPÖ und Alfred Gusenbauers im letzten Nationalratswahlkampf gewesen, so Grosz, der zum Schluss jedoch einen versöhnlichen Schwenk unternahm: "Je mehr Parteien, desto bunter wird die Demokratie."