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Sicherheit in Großstädten: Italien setzt Militär ein

(c) EPA (Ciro Fusco)
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Vorerst unterstützen in Mailand, Rom, Neapel, Padua und Verona 3000 Soldaten die Polizei bei der die Kontrolle verschiedener Einrichtungen und Institutionen.

Ab dem kommenden Montag werden 3000 italienische Soldaten zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit in den Städten eingesetzt. Wie der italienische Innenminister Roberto Maroni ankündigte, werden die Soldaten in den nächsten sechs Monaten die Kontrolle verschiedener Einrichtungen und Institutionen übernehmen, um die Polizei zu entlasten. Damit will die Polizei mehr Personal für Patrouillen auf den Straßen zur Verfügung haben.

Die Soldaten sollen in einer ersten Phase in fünf Städten - Mailand, Rom, Neapel, Padua und Verona - eingesetzt werden. Sie sollen zudem den Vatikan, den Mailänder Dom, Bahnhöfe, Botschaften und andere mögliche Anschlagsziele bewachen.

Sollten die Resultate positiv sein, sollen sie in weiteren fünf zum Einsatz kommen. Allein in Mailand werden 300 Soldaten stationieren. Der Militäreinsatz in den Metropolen wird den öffentlichen Kassen etwa 60 Millionen Euro kosten.

Der Einsatz von Soldaten wurde im Rahmen des Sicherheitspakets beschlossen, das das Parlament zur Bekämpfung der Kriminalität und der illegalen Immigration verabschiedet hat. Die Opposition kritisierte den Einsatz von Soldaten für die öffentliche Sicherheit. Man dürfe die italienischen Städte nicht militarisieren, kritisierten Oppositionspolitiker. Die Probleme bei der Kriminalitätsbekämpfung seien auf Etatkürzungen bei der Polizei zurückzuführen. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen seien so erfolgversprechend wie "Gesicht waschen mit schmutzigem Wasser", sagte der Oppositionsabgeordnete Antonio di Pietro.

(APA/Red.)