Die Konkurrenz vor der Haustür

CEE-Berufseinsteiger sind leistungsbereiter undmobiler.

Junge, gut ausgebildete Talente aus den mittel- und osteuropäischen Staaten zieht es nach wie vor eher nach Westeuropa als in die Region“, sagt Vladimir Preveden, Südosteuropa-Chef von Roland Berger. Der Strategieberater hat vor Kurzem eine Befragung unter internationalen Unternehmen in CEE-Ländern zum Thema Talent Management durchgeführt.

Berufseinsteiger aus diesem Raum bestechen oft gegenüber österreichischen Kandidaten durch überdurchschnittlichen Arbeitseinsatz, hohe Begeisterungsfähigkeit sowie Kenntnisse mehrerer Fremdsprachen. Auch zeigen sich Kandidaten aus dem CEE-Raum eher bereit, das Heimatland als Expat zu verlassen. Bereits gemachte Auslandsaufenthalte können jedoch noch wenige vorweisen. „Internationale Erfahrungen sind oft noch seltener vorhanden.“

Leicht ist es für Unternehmen allerdings nicht, diese High Potentials zu rekrutieren. „Sie wissen, was sie wert sind und wollen auch entsprechend entlohnt werden“, so der HR-Experte: „Allerdings schießen viele bei ihren Forderungen über das Ziel hinaus.“ Die Loyalität der jungen Arbeitskräfte ist gering. „Zahlt ein Unternehmen nur geringfügig mehr, wechseln diese Mitarbeiter bereits sehr oft.“ nik

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.08.2008)


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