Unter 120 Dollar - Ölpreis erreicht ein neues Tief

Öl Ölpreis WTI Brent
(c) AP (Gary Kazanjian)

Am Montag haben die Ölpreise zum Teil kräftig nachgegeben: WTI sank bis zu 119,50 Dollar, Brent 118,80 Dollar. Beobachter sehen die Ursache im Tropensturm über Mexiko, der weit weniger schlimm ausgefallen ist als befürchtet.

Die Ölpreise haben am Montag nach einem zunächst ruhigen Handel kräftig nachgegeben und sind zeitweise auf ein Drei-Monats-Tief gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur September- Auslieferung sank am Nachmittag innerhalb weniger Minuten um rund fünf Dollar auf bis zu 119,50 Dollar.

Auch die Nordseesorte Brent gab kräftig auf bis zu 118,80 Dollar nach. Zuletzt kostete ein Fass WTI- Rohöl 120,57 Dollar und damit 4,53 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Freitag. Brent-Rohöl notierte zuletzt bei 119,92 Dollar und damit um 4,35 Dollar unter dem Freitagsstand.

Beobachter: Tropensturm als Ursache


Marktbeobachter erklärten den Preisrutsch vor allem mit Meldungen über einen Tropensturm im Golf von Mexiko. So hätten große Ölkonzerne mitgeteilt, dass der Sturm "Edouardo" nicht zu Schließungen von wichtigen Ölförderanlagen in der Golf-Region führen werde. "Nach wie vor mögliche Produktionsausfälle dürften sich den Meldungen zufolge in einem begrenzten Rahmen halten", sagte Commerzbank-Experte Carsten Fritsch.

Die Region um den Golf von Mexiko zeichnet sich für einen erheblichen Anteil der US-Importe an Rohöl verantwortlich.

Auch Opec-Öl billiger


Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist unterdessen gefallen. Nach Berechnungen des OPEC- Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Freitag 121,08 US-Dollar. Das waren 1,40 Dollar weniger als am Donnerstag. Die OPEC berechnet ihren Durchschnittspreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells.