Unternehmensgründung in 24 Stunden

REUTERS (Stoyan Nenov)
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Der elektronische Amtshelfer der Notare feiert Geburtstag.

Wien. Seit einem Jahr geht bei Firmenbucheintragungen alles online, bei Grundbucheintragungen vieles. Österreichs Notare registrieren die Urkunden im Online-Urkundenarchiv des Notariats, cyberDOC, und übermitteln diese elektronisch an Firmenbuch- und Grundbuchgerichte. Die Notariatskammer zieht nun eine positive Bilanz über das vergangene Jahr: Es gebe nun weniger und kürzere Amtswege, weniger Papier und schnellere Bescheide. Insgesamt wickelten Österreichs Notare von Juli 2007 bis Ende Mai 2008 mehr als 47.000 Eingaben an das Firmenbuch vollelektronisch ab. Das sind rund 163.000 Urkunden, die nicht in Papierform sondern als elektronischer Akt bearbeitet wurden.

13 Tonnen Papier gespart

Die Ersparnis betrage mindestens 13 Tonnen Papier und mehr als 94.000 Euro Portokosten pro Jahr, errechnete die Notariatskammer. Das große Plus für die Unternehmer sei der Zeitgewinn, loben die Notare. Durch die sofortige Verfügbarkeit fallen die Wegzeiten weg. Die Bearbeitungszeit und damit die durchschnittliche Gründungsdauer etwa von GmbHs konnte dramatisch gesenkt werden. Kritisierte die Weltbank noch vor vier Jahren in ihrer Studie zu Unternehmensgründungen, dass Österreich mit durchschnittlich 29 Tagen Gründungsdauer sehr weit zurückliegt, so sind heute sogar „Blitzgründungen“ innerhalb von 24 Stunden möglich.

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