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Deutschland: Die Gefahr aus dem Überraschungsei

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(Fabry Clemens)

Der Kinder-Kommission des Bundestages zufolge lauern in der beliebten Nascherei ungeahnte Gefahren. Warnhinweise gehören auf die Packung. Ein Verbot steht derzeit nicht im Raum.

Die Kombination aus Essen und Spielzeug ist der Kinderkommission des deutschen Bundestages ein Dorn im Auge. Sie will, dass auf den Packungen von Süßigkeiten wie Kinder-Überraschungseiern Warnungen angebracht sind. FDP-Bundestagsabgeordnete Miriam Gruß will einen "expliziten Hinweis auf die Gefahren bei Kleinspielzeugen", die für Kleinkinder eine Erstickungsgefahr bergen könnten.Von einem Verbot sei vorerst noch keine Rede.

Sie relativiert damit die Forderung der Kommission zu "Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Kinder im Alltag", wonach alle Kombinationen aus Nahrungsmitteln und Spielzeug verboten werden sollten. Die Begründung: Kindern werde damit die Unterscheidung zwischen essbaren und nicht-essbaren Teilen erschwert, was "besonderes Gefahrenpotenzial" berge. Genaue Zahlen, wieviele Kinder durch sich durch solche Spielzeuge verletzten, liegen nicht vor. Trotzdem: Nicht nur das Kinder-Überraschungsei, sondern auch Cornflakes mit beigepacktem Spielzeug sollten laut Kommission verboten werden.

Ferrero: Überraschungsei unbedenklich

Bei Ferrero, dem Hersteller der Überraschungseier, reagierte man mit Unverständnis auf die Forderung nach einem Verbot. Eine Konzernsprecherin sagte: "Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass durch die Kombination von Spielzeug und Lebensmittal eine erhöhte Gefahr ausgeht", zumal bei den Überraschungseiern "das Spielzeug durch eine Kapsel von der Schokolade getrennt" sei. Auch die EU-Spielzeugsicherheitsrichtlinie sehe kein Verbot von Kombinationsprodukten vor. Zudem hätten extern zertifizierte Institute das Überraschungsei geprüft und für ungefährlich befunden.

(Ag./Red.)