ÖOC-Präsident: "Froh darüber, dass Peking gewählt wurde"

Der Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees Leo Wallner.
Der Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees Leo Wallner.(c) Gepa (Wolfgang Grebien)
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Als diktatorisches Land möchte China Propaganda haben, ÖOC-Präsident Leo Wallner. Andererseits blase den kommunistischen Machthabern auch "der Wind ins Gesicht".

Menschenrechtsverletzungen durch die kommunistische chinesische Regierung und Umweltprobleme in der Olympia-Stadt Peking hin oder her: Der Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC), Leo Wallner, ist "froh darüber, dass diese Stadt (als Austragungsort) gewählt wurde".

Wallner räumte am Donnerstag im Ö1-Morgenjournal ein, dass China als "Land, das diktatorisch ausgerichtet ist, Propaganda haben möchte". Andererseits blase den kommunistischen Machthabern auch "der Wind ins Gesicht. Sie müssen einen Weg finden dabei."

"Das bringt gar nichts"


Der Schweizer Bundespräsident Pascal Couchepin warnt davor, China in Sachen Menschenrechte auf die Anklagebank zu setzen. "Das bringt gar nichts, zumindest jenen nicht, die wir schützen möchten", betonte Couchepin in einem Interview mit swissinfo. China sei sich seiner Stärke bewusst und wolle sich nicht vom Westen bevormunden lassen.

Auf die Frage, ob ein Menschenrechts-Dialog mit China ein "Dialog unter Gehörlosen" sei, meinte der bürgerliche Politiker: "Wenn der Westen glaubt, ein Dialog bedeute, China in Schwierigkeiten zu bringen, dann entsteht wohl schnell ein Dialog unter Gehörlosen."

Der ÖOC-Präsident unterstrich, dass China "viel Geld" in die Olympischen Spiele gesteckt habe und sich das auch ausgezahlt habe. "Es ist endlich eine Eröffnung, und ich bin froh darüber, dass diese Stadt gewählt wurde eines Landes, das mit Indien die größte Bevölkerung hat", betonte der frühere Chef der Casinos Austria. "Die Inder sind auch sehr dafür gewesen, dass wir hier hergegangen sind. Das ist fast die Hälfte der Weltbevölkerung und das heißt schon was."

(Ag./Red.)

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