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Forschung: Ist etwas faul im Staate Österreich?

Präzedenzlos scharf kommentiert Nature den Innsbrucker Skandal.

„Something, it seems, is rotten in the state of Austria.“ So etwas hat man noch nicht gelesen in Nature, es geht um die Medizin-Uni Innsbruck bzw. ein Urologenteam um Hannes Strasser. Das hat 2007 eine Studie publiziert. Sie geriet unter harte Kritik, letzte Woche erklärte das Gesundheitsministerium, „es gäbe Zweifel an der Existenz der Studie und den Verdacht auf Dokumentenfälschung“.

Es geht um mehr: In Innsbruck herrscht Krieg – um Rektor Clemens Sorg. Der machte den Skandal öffentlich, manche wollten ihn des Amts entheben, er bat die Akademie der Wissenschaften um Prüfung der Causa. Die begann – und hielt an, für Nature ein „unentschuldbarer Bärendienst“ an der Forschung in Österreich (454, S.918). Der Präsident der Akademie, Peter Schuster, begegnet „dem Vorwurf, die Akademie wolle etwas unter den Teppich kehren“, gegenüber der „Presse“ „ganz energisch“. Die Prüfung sei „nicht abgebrochen“, sie liege „auf Eis“, bis die Verhältnisse in Innsbruck geklärt seien. jl

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.08.2008)