Heute stehen wieder schwache Bankentitel im Fokus.
In einem tieferen europäischen Börsenumfeld verbuchte auch der heimische Markt kurz nach Handelsstart Rückgänge. Europaweit präsentierte sich wieder einmal die Bankentitel schwach.
In Wien verbilligten sich Raiffeisen International am Ende des Kurszettels um 3,38 Prozent auf 74,21 Euro (72.572 Stück). Morgan Stanley stufte die Raiffeisen-Aktien auf "underweight" ab und kürzte das Kursziel von 89,00 auf 71,00 Euro. Erste Group gaben um 1,73 Prozent auf 38,60 Euro (189.250 Stück) nach.
Vor Börsenstart legten Vienna Insurance Group, Flughafen Wien, Schoeller-Bleckmann und bwin Ergebnisse vor und rückten damit in den Blickpunkt der Anleger. Wie von Analysten erwartet hat die Vienna Insurance Group (VIG) im ersten Halbjahr den Vorsteuergewinn im Konzern um rund ein Drittel gesteigert. VIG-Papiere erhöhten sich leicht um 0,32 Prozent auf 41,13 Euro (23.218 Stück).
Flughafen-Anteilsscheine stiegen geringfügig um 0,18 Prozent auf 51,44 Euro (5.332 Stück). Die Flughafen Wien-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2008 bei Umsatz und Ertrag deutlich zugelegt und damit die Erwartungen der Analysten erfüllt.
Schoeller-Bleckmann (SBO) gingen klar um 3,38 Prozent auf 54,60 Euro zurück (2.952 Stück). Der niederösterreichische Ölfeldausrüster lag nach sechs Monaten beim Umsatz und Betriebsgewinn leicht über den Prognosen der Analysten.
bwin fielen 1,48 Prozent auf 16,60 Euro (55.105 Stück). Das Internetunternehmen erhöhte die Bruttospielumsätze im Halbjahr um 26 Prozent und hielt das Nettoergebnis konstant.
In guter Verfassung zeigten sich nach den jüngsten Quartalszahlen Telekom Austria mit plus 2,09 Prozent auf 13,68 Euro und markierten damit die Spitze des Kurszettels (445.839 Stück). Lehman Brothers kürzten ihr Telekom Austria-Kursziel von 20 auf 19,5 Euro. Die Deutsche Bank senkte ihr Kursziel leicht auf 17,20 Euro und bestätigte das Anlagevotum "hold". Merrill Lynch hob hingegen das Votum für den heimischen Telekomwerte von "Neutral" auf "Buy" an.
Mayr-Melnhof sanken um 0,55 Prozent auf 52,01 Euro (1.350 Stück). Die Analysten der Raiffeisen Centrobank haben ihr Kursziel für den Kartonhersteller von 76,0 auf 58,0 Euro gesenkt. Die Empfehlung für die Aktie wurde nach den jüngsten Ergebnissen von "buy" auf "hold" zurück genommen.
Die Wiener Börse zeigte sich am Donnerstag im frühen Handel bei hohem Anfangsvolumen mit schwächer Tendenz. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr mit 3.466,47 Punkten nach 3.495,37 Einheiten am Mittwoch errechnet, das ist ein Minus von 28,9 Punkten bzw. 0,83 Prozent.
Der ATX Prime notierte bei 1.629,68 Zählern und damit um 0,87 Prozent oder 14,28 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 13 Titel mit höheren Kursen, 28 mit tieferen und vier unverändert. In 14 Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 1.355.305 (Vortag: 903.006) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 64,85 (40,29) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.