Wiener Börse zu Mittag: ATX weiter im negativen Bereich

Anhaltende Sorgen wegen der US-Finanzkrise drückten europaweit die Bankentitel in den Minusbereich.

Die das europäische Börsenumfeld bewegte sich auch der ATX im Vormittagshandel weiterhin im negativen Bereich. Die Abschläge vom Frühgeschäft konnten nur wenig eingedämmt werden. Anhaltende Sorgen wegen der US-Finanzkrise drückten europaweit die Bankentitel in den Minusbereich.

Für eine gute Meldungslage sorgten neue Ergebnisse heimischer Unternehmen und eine Reihe von Analysteneinschätzungen. Morgan Stanley stufte die Raiffeisen International-Aktie (RI) auf "underweight" ab und kürzte das Kursziel von 89,00 auf 71,00 Euro. Die RI-Titel gaben um 3,53 Prozent auf 74,10 Euro nach (281.461 Stück). Erste Group büßten um 1,73 Prozent auf 38,60 Euro ein (444.231 Stück).

Weit oben auf der Kurstafel etablierten sich nach dem gestrigen Halbjahresausweis Telekom Austria mit plus 1,94 Prozent auf 13,66 Euro (1.392.499 Stück). Die Analysten von Lehman Brothers bekräftigten ihre Empfehlung "overweight". Das Kursziel für die Aktie wurde jedoch leicht von 20 auf 19,50 Euro gesenkt. Merrill Lynch erhöhten ihr Anlagevotum für die Aktie von "Neutral" auf "Buy".

Neue Geschäftszahlen wurden vor Börsenstart von Vienna Insurance Group, Flughafen Wien, Schoeller-Bleckmann, Do & Co und bwin bekannt gegeben. Wie von Analysten erwartet hat die Vienna Insurance Group (VIG) im ersten Halbjahr den Vorsteuergewinn um rund ein Drittel gesteigert. VIG-Papiere erhöhten sich um 1,10 Prozent auf 41,45 Euro (85.213 Stück).

Flughafen-Anteilsscheine gewannen um 1,77 Prozent auf 52,26 Euro an Höhe (14.824 Stück). Die Flughafen Wien-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2008 bei Umsatz und Ertrag deutlich zugelegt und damit die Erwartungen der Analysten erfüllt.

Schoeller-Bleckmann (SBO) gingen hingegen um 2,14 Prozent auf 55,30 Euro zurück (15.762 Stück). Der niederösterreichische Ölfeldausrüster lag nach sechs Monaten beim Umsatz und Betriebsgewinn leicht über den Prognosen der Analysten.

Do & Co lieferte im 1. Quartal ein kräftiges Umsatz- und Ergebnisplus. Die Aktie des Wiener Catering-Unternehmen stärkte sich bei nicht aussagekräftigen Handelsumsätzen um 1,71 Prozent auf 17,29 Euro (vier Stück).

bwin verloren 2,79 Prozent auf 16,38 Euro (93.222 Stück). Das Internetunternehmen erhöhte nach zwei Quartalen die Bruttospielumsätze um 26 Prozent und hielt das Nettoergebnis zum Vorjahr konstant.

Die Analysten der UniCredit haben ihre Empfehlung für Wienerberger von "buy" auf "hold" revidiert und das Kursziel von 22 auf 18 Euro gekappt. Die Aktie des führenden Ziegelherstellers baute dennoch ein Plus von 0,79 Prozent auf 16,50 Euro (265.447 Stück).

Die Wiener Börse präsentierte sich heute, Donnerstag, zu Mittag bei gutem Volumen mit leichterer Tendenz. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 3.476,10 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 19,27 Punkten bzw. 0,55 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,94 Prozent, FTSE/London -0,70 Prozent und CAC-40/Paris -1,36 Prozent.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 3.497,85 Punkten, das Tagestief lag knapp nach Handelseröffnung bei 3.456,99 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,63 Prozent tiefer bei 1.633,58 Punkten. Im prime market zeigten sich 18 Titel mit höheren Kursen, 28 mit tieferen und vier unverändert. In neun Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 3.727.938 (Vortag: 2.566.528) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 180,981 (128,98) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Raiffeisen mit 281.461 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 41,71 Mio. Euro entspricht.

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