Die deutlichen Verlusten vom Frühhandel konnte der ATX im Verlauf klar eingrenzen. In Wien zog eine Reihe von neuen Unternehmensergebnissen und Analysteneinschätzungen die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich.
Schwach zeigte sich wieder einmal die Banken. Raiffeisen International fielen um 3,48 Prozent auf 74,14 Euro (429.173 Stück). In einem negativen Sentiment gegenüber der Bankenbranche drückte vor allem eine Abstufung auf den RI-Kurs, bemerkte ein Händler. Morgan Stanley stufte die Raiffeisen-Aktie auf "underweight" ab und kürzte das Kursziel von 89,00 auf 71,00 Euro. Erste Group verloren 1,58 Prozent auf 38,66 Euro (640.433 Stück).
Vienna Insurance Group legten nach dem Halbjahresausweis um 3,20 Prozent auf 42,31 Euro zu (138.087 Stück). Bezüglich der VIG-Zahlen sprach ein Händler von sehr guten Ergebnissen. "Die Erwartungen wurden deutlich übertroffen", sagte er weiter.
Flughafen Wien stiegen um 1,29 Prozent auf 52,01 Euro (28.291 Stück). Dass der Airport an seiner Langzeitprognose festhält, ist positiv zu werteten, hieß es im Handel. Analysten von Sal. Oppenheim beschrieben den Halbjahresausweis als stark, die Nachrichten zum "Skylink-Terminal" wurden als leicht negativ eingeschätzt.
Schoeller-Bleckmann tendierten mit minus 0,09 Prozent auf 56,46 Euro (24.108 Stück) nur wenig verändert. "Die publizierten Ergebnisse werden im Handel in-line bewertet", bemerkte ein Händler. In einer ersten Betrachtung bezeichneten die Experten von Sal. Oppenheim das Zahlenwerk als "neutral".
Die bwin-Aktie reagierte auf die Publikation von Quartalszahlen mit minus 3,50 Prozent auf 16,26 Euro (103.148 Stück). Der bwin-Quartalsausweis fiel nach Einschätzung eines Aktienhändlers aufgrund höherer Werbeausgaben schwächer als erwartet aus. "Unter den Erwartungen", schrieb auch Sal. Oppenheim und die Analysten wollen ihre Prognosen nun anpassen.
Versorger tendierten europaweit freundlich und im Sog dieser Sektorstimmung erhöhten sich Verbund um 1,15 Prozent auf 50,24 Euro (84.893 Stück).
Telekom Austria gewannen 2,76 Prozent auf 13,77 Euro (2.072.335 Stück). Bei der Telekom wirke die Hochstufung durch Merrill Lynch positiv, hieß es aus einem Handelsraum.
(APA)