Der Wiener Leitindex konnte die Tagesverluste bis zum Abend nicht vollständig ausgleichen. Er lag bei Handelsschluss um 14,9 Punkte od er0,41 Prozent unter dem Schlusskurs vom Mittwoch.
Das Tageshoch erreichte der ATX um 16.23 Uhr mit 3.517,23 Zählern. Das Tagestief lag kurz nach Handelseröffnung bei 3.456,99 Zählern. Im prime market zeigten sich am Ende der Sitzung 19 Titel mit höheren Kursen, 32 mit tieferen und vier unverändert. In vier Aktien kam es zu keiner Kursbildung.
Eine verhaltene internationale Börsenstimmung wegen anhaltender Sorgen über weitere Milliardenabschreibungen in der US-Finanzkrise drückte auch in Wien auf die Kurse. Für eine gute Meldungslage sorgte am heimischen Markt ein Reihe von neuen Unternehmensergebnissen und Analysteneinschätzungen.
Klaren Verkaufsdruck gab es wieder einmal im Bankenbereich zu beobachten. Raiffeisen International rutschten um 5,55 Prozent auf 72,55 Euro ab (765.063 gehandelte Stück). Morgan Stanley stufte die Raiffeisen-Aktie auf "underweight" ab und kürzte das Kursziel von 89,00 auf 71,00 Euro. Erste Group verloren 2,88 Prozent auf 38,15 Euro (1.381.252 Stück).
Vienna Insurance Group (VIG) legten nach dem Halbjahresausweis um 1,85 Prozent auf 41,76 Euro zu (224.409 Stück). Bezüglich der VIG-Zahlen sprach ein Händler von sehr guten Ergebnissen. "Die Erwartungen wurden deutlich übertroffen", sagte er weiter.
Nach gestiegenen Ölpreisen gewann die OMV-Aktie in einem starken europäischen Ölsektor um 1,57 Prozent auf 43,33 Euro (985.211 Stück). Telekom Austria legten ebenfalls um 1,57 Prozent auf 13,61 Euro zu (2.908.218 Stück). Die Analysten von Merrill Lynch setzten ihr Anlagevotum für den heimischen Telekomwert von "Neutral" auf "Buy" hoch.
Schoeller-Bleckmann stiegen um 3,31 Prozent auf 58,38 Euro (50.286 Stück). "Die publizierten Ergebnisse werden im Handel als "in-line" bewertet", bemerkte ein Händler.
Flughafen Wien tendierten mit minus 0,08 Prozent auf 51,31 Euro (40.665 Stück) nur wenig verändert. Dass der Airport an seiner Langzeitprognose festhält, ist positiv zu werten, hieß es im Handel.
Die bwin-Aktie reagierte auf die Publikation der Quartalszahlen mit minus 5,16 Prozent auf 15,98 Euro (126.617 Stück). Der bwin-Quartalsausweis fiel nach Einschätzung eines Aktienhändlers schwächer als erwartet aus. "Unter den Erwartungen", schrieben auch die Analysten von Sal. Oppenheim.
Do & Co lieferte im ersten Quartal ein kräftiges Umsatz- und Ergebnisplus. Die Aktie des Wiener Catering-Unternehmen stärkte sich bei nicht aussagekräftigen Handelsumsätzen um 1,71 Prozent auf 17,29 Euro (vier Stück).
Palfinger sanken um 1,03 Prozent auf 14,45 Euro (69.258 Stück). Die Analysten der RCB haben ihr Kursziel für die Aktien des Salzburger Kranherstellers von 19 auf 16 Euro gesenkt und "Hold" bestätigt.