US-Bank Merrill Lynch einigt sich mit Börsenaufsicht

Merrill Lynch-CEO John Thain
Merrill Lynch-CEO John Thain(c) Reuters (Issei Kato)
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Die Bank kauft die umstrittenen ARS-Anleihen im Volumen von sieben Milliarden Dollar zurück.

Die US-Bank Merrill Lynch hat mit der US-Börsenaufsicht SEC eine vorläufige Vereinbarung über den Rückkauf von umstrittenen Anleihen erzielt. Wie die SEC am Freitagabend mitteilte, kauft Merrill Lynch so genannte ARS-Anleihen im Volumen von sieben Milliarden Dollar (4,73 Mrd Euro) unter anderen von Investoren und kleinen Betrieben zurück.

Zudem solle die Investmentbank nach Möglichkeit Barmittel in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar für ARS-Anleihen bereithalten, die sich im Besitz von Geschäftskunden befänden. Am Donnerstag hatte sich Merrill Lynch mit der New Yorker Staatsanwaltschaft darauf verständigt, 125 Millionen Dollar Strafe zu zahlen und ARS-Anleihen im Volumen von zehn bis zwölf Milliarden von Privatinvestoren zurückzukaufen.

ARS sind Anleihen mit langer Laufzeit, deren Zinssatz aber in kurzen Abständen bei Auktionen neu festgesetzt wird. Die Papiere galten lange als kursstabil. Der auf 330 Milliarden Dollar geschätzte ARS-Markt brach aber zusammen, als sich in der Kreditkrise keine Käufer mehr fanden. Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft den Banken vor, die Anleihen in betrügerischer Weise vermarktet und verkauft zu haben, weil sie den Investoren die Papiere wider besseres Wissen als sicher angepriesen hätten.

Zuletzt hatten sich bereits die Großbanken UBS, Citigroup, Wachovia, Morgan Stanley, JPMorgan, Goldman Sachs und Deutsche Bank mit der New Yorker Staatsanwaltschaft geeinigt. Die US-Behörden wollen noch weitere Banken überprüfen.

(Ag.)

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