Juveniler Drang
Viel wurde seit dem Erscheinen ihres Debüts über die Black Kids geschrieben. Darüber, wie die US-Band in Blogs hochgelobt und dann wieder fallengelassen wurde. Und dass das symptomatisch für die immer kürzeren Erregungszyklen in Zeiten von Myspace und Co. sei. Nicht unwahr. Bei all dem Hype um den Hype wurde aber vergessen, dass „Partie Traumatic“ ein verdammt gutes Pop-Album fürs Hier und Jetzt ist.
Das Euphorielevel der Songs ist hoch, auch wenn wie bei „Hurricane Jane“, einem Teenage-Drama im Discomodus, die Melancholie überhandnimmt. Unverschämt sind nicht nur die infektiösen Melodien und der rasante Puls, sondern auch die Hingabe, mit der die 80er zitiert werden, von The Cure bis Human League. Nur um dann kurz wie eine 60er-Girlgroup zu klingen. Unverschämt? Ja, unverschämt gut!