Klimafonds fördert Elektroautos

Das Elektroauto Nissan EV-02.
(c) AP (Shizuo Kambayashi)

Der Anteil der Elektroautos in Österreich soll bis 2020 auf ein Fünftel des Fahrzeugbestandes steigen.

Der österreichische Klimafonds will die Grüne Verkehrsrevolution einleiten: Mit Förderungen für Elektro-Fahrzeugen auf regionaler Ebene soll eine Intitialzündung für die österreichische Marktführung der Technologie gesetzt werden. 4,7 Mio. Euro werden für das Programm ausgeschrieben. Mit dem Geld sollen auch Stromtankstellen etabliert werden, die über erneuerbare Energien gespeist werden.

Österreichweit sind derzeit rund 4,2 Millionen diesel- und benzinbetriebene Autos angemeldet, denen nur 131 Elektroautos gegenüberstehen, rechnete der Klimafonds am Montag vor. Ganze 26 Prozent der österreichischen Gesamtemissionen werden dagegen nur durch den Verkehr verursacht. Mit der am Montag gestarteten Förderaktion soll ein erster Schritt auf regionaler Ebene gesetzt werden, um diese Quote zu verbessern.

Angesprochen sind Regionen, in denen sich Gemeinden, Stadt oder Land mit Energieversorgern, Technologieunternehmen und interessierten Akteuren in einer Betreibergesellschaft formieren, um Elektromobilität im großen kooperativen Verbund zu realisieren. Für die Nutzer von Elektroautos soll eine Tankstelleninfrastruktur geschaffen werden. Errichtet werden sollen sie etwa auf öffentlichen Parkplätzen, in Einkaufszentren oder vor Bürohäusern.

Langfristiges Ziel des Klima- und Energiefonds ist es, den Anteil der Elektroautos in Österreich bis 2020 auf ein Fünftel des Bestandes bringen. Dies wäre mit begleitenden Steuervorteilen erzielbar, betonte Geschäftsführerin Eveline Steinberger.

Weiters ausgeschrieben wurden Förderungen zur Sanierung von Hotels und Gewerbegebäuden. Insgesamt stehen sechs Mio. Euro für Musterprojekte zur Verfügung.

(APA)