Wahlchat
Heide Schmidt im DiePresse.com-Chat
Am Freitag, den 5. September, war Heide Schmidt, die Gründerin des Liberalen Forums und Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl 2008 zu Gast im DiePresse.com-Wahlchat.
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Mit einigen Minuten Verspätung traf Schmidt in der Redaktion ein.
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In den Redaktionräumlichkeiten wurde Heide Schmidt von Manuel Reinarzt, dem Leitenden Redakteur von DiePresse.com, empfangen.
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Für die geplante ausgiebige Redaktionsführung war keine Zeit mehr, schließlich warteten die User bereits auf die Beantwortung ihrer Fragen.
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Die erste Frage stellte User LukasOrtner. Ihn interessierte die liberale Sicht der heimischen Energiepolitik.
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Der Großteil der Fragen drehte sich um mögliche Koalitionsvarianten, ...
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... liberale Positionen und ...
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die politische Vergangenheit von Heide Schmidt.
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Auf die Frage von willie.wortel nach einem Musikstück, dass die Anliegen der Liberalen am besten charakterisiert, verwies die LIF-Spitzenkandidatin auf den 80er-Jahre Klassiker "We are the world".
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Katharina08 konfrontierte Schmidt mit dem umstrittenen Ilisu-Staudamm-Projekt in der Türkei, an dessen Bau die Strabag maßgeblich beteiligt ist. Hans Peter Haselsteiner, Chef der Strabag, finanziert und unterstützt den Wahlkampf des Liberalen Forums.
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Schmidt erwiderte: "Haselsteiner baut nur dort, wo internationale Bestimmungen gelten und die Österreichische Kontrollbank die Finanzierungsgarantie übernimmt. Aber natürlich kann ein Bau deshalb trotzdem problematisch sein und ich verstehe manche Bedenken."
Schmidt lehnt die momentanen Studiengebühren ab. Allerdings seien Studiengebühren für sie "nicht für alle Zeiten ein Tabuthema." Ihr schwebt ein Modell vor, in dem "jene, die durch eine qualifizierte Ausbildung die Chance für ein höheres Einkommen haben, dem Staat etwas zurückgeben." Zum Beispiel über ein Kreditsystem.
Als kleine Denkhilfe hatte Schmidt ihre Wahlbroschüre dabei.
Angesprochen auf den Ortstafelkonflikt in Kärnten kritisierte Schmidt auch ihren alten Weggefährten Jörg Haider: "Der Zustand mit den Ortstafeln ist nicht nur wegen der Betroffenen unerträglich, sondern vor allem auch wegen der Gewöhnung daran, dass Verfassungsgerichtshofs-Erkenntnisse sogar von politischen Entscheidungsträgern negiert werden."
Schmidt stellte auch ihre Position zur Homo-Ehe klar: "Ich bin selbstverständlich für eine völlige rechtliche Gleichstellung unabhängig von der sexuellen Orientierung."
Und warum sie überhaupt kandidiert: "Ich kandidiere, um mitzuhelfen, damit die Liberalen eine Dreierkoalition ohne die Rechten ermöglichen. Wenn ich in einer solchen Koalition ein Regierungsamt übernehmen soll, bin ich selbstverständlich bereit, das auch zu tun."
Nach einer Stunde Frage-Antwort-Spiel ist der DiePresse.com-Chat mit Heide Schmidt zu Ende.
Und DiePresse.com-Geschäftsführer Peter Krotky verabschiedet sich von der liberalen Spitzenkandidatin.