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Strache sucht Allianz mit Serben

Positive Töne über Ausländer hört man von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache selten – außer es handelt sich um Serben.

WIEN (APA/red.). Schon mehrmals hat Strache den Kontakt zu serbischen Organisationen gesucht. Am Montag setzte er sich in einer Pressekonferenz mit Bischofsvikar Djordje Knezevic für die serbisch-orthodoxe Kirche ein: In Österreich sei aus historischen Gründen seit 1967 nur die griechisch-orthodoxe Kirche anerkannt, es gäbe aber eine immer stärkere serbische und russische Gemeinde. Auch diese sollten eine eigene staatlich anerkannte Diözese erhalten.

Strache sprach sich abermals gegen die Anerkennung des Kosovo durch Österreich aus. „Der Kosovo ist das Herz und die Seele Serbiens und außerhalb des serbischen Staatsverbandes nicht lebensfähig“, so der FPÖ-Chef. Kritik kam vom BZÖ. „Straches Freunde sind die Serben – unsere Freunde sind die Österreicher“, so Generalsekretär Martin Strutz.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.09.2008)