Adieu, Sommer.
Im Video zu „Eviva la Noi“ zieht ein Tag am Meer vorüber. Junge Menschen, Lachen, Sonne, Strand. Die Musik dazu klingt wie die melancholisch gefärbte Erinnerung daran, wie der Soundtrack zum Ende des Sommers: schwelgerisch, leicht betrübt und erbauend zugleich. Ein toller Popsong, der beste auf „Serenity“, dem Debütalbum des Garish-Gitarristen Thomas Jarmer. Und programmatisch für den Rest: Die sparsam instrumentierten Stücke des Burgenländers sind oft zartbitter, aber stets mit positiver Energie geladen.
Und tönen im Gegensatz zur Gefühlswucht seiner Stammband ziemlich leichtfüßig, ja oft regelrecht entspannt. Da klimpert das Klavier, brummt der Kontrabass, jauchzt das Banjo. Und Jarmer singt, auch das im Gegensatz zu Garish, auf Englisch kleine Geschichten aus dem Leben. Zumeist: prächtig. Mit dieser Musik im Ohr kann der Herbst ruhig ins Land ziehen. Wenn er schon muss.