Den Vorsitz der 63. Vollversammlung der UNO übernahm mit Miguel d'Escoto erstmals ein Geistlicher. Der katholische Priester war Außenminister von Nicaragua. Die Generaldebatte wird kommende Woche stattfinden.
Mit einer Schweigeminute hat am Dienstag in New York die 63. UNO-Vollversammlung begonnen. Den Vorsitz übernahm erstmals in der Geschichte der Vereinten Nationen ein Geistlicher, der frühere nicaraguanische Außenminister Miguel d'Escoto. Er war Anfang Juni von der Vollversammlung zum neuen Vorsitzenden bestimmt worden. Der in Los Angeles (USA) geborene katholische Priester d'Escoto war von 1979 bis 1990 Außenminister des mittelamerikanischen Landes.
Zu den zentralen Themen des Sitzungsjahres zählen die Lage in Afrika sowie die Finanzierung von Entwicklungshilfe. Zudem will sich die Vollversammlung mit der Umsetzung der Milleniumsziele zur Reduzierung von Armut und Hunger in der Welt befassen sowie mit dem Klimawandel.
Die Vollversammlung hat zunächst die Aufgabe, die in der kommenden Woche beginnende Generaldebatte vorzubereiten. Zu der zweiwöchigen Aussprache werden die Staats- und Regierungschefs oder Außenminister aller 192 Mitgliedsländer erwartet, darunter Bundespräsident Heinz Fischer, SPÖ-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und ÖVP- Außenministerin Ursula Plassnik.
(Ag.)