Immofinanz und Immoeast brechen dramatisch ein

Nach den drastischen Aktienkursrückgängen bei Immofinanz AG und Immoeast AG haben die beiden Immo-Unternehmen am Donnerstag Gerüchte zurückgewiesen, dass sie von der Lehman-Brothers-Krise betroffen sein könnten. Die Kurse der beiden Aktien sackten am Donnerstag bis zu 30 Prozent ab. Beide Unternehmen bestritten, in irgendeiner Art und Weise mit Lehmann verbunden zu sein.

Zwischen der Immofinanz-Gruppe und dem Konzern der US-Investmentbank gebe es nur zwei kleinere geschäftliche Berührungspunkte, aber in "umgekehrter" Richtung: Die Immofinanz habe bei einem Unternehmen der Lehman-Brothers-Gruppe einen langfristigen Kredit über 54 Mio. Euro, die US-Bank sei also der Kreditgeber.

Und ein Immofonds von Lehman sei Mitgesellschafter der Immo-Gesellschaft Adama (zu rund 6 Prozent), an der Immoeast rund 32 Prozent hält. Aus beiden Punkten ergebe sich keine Risikoposition für die Immofinanz-Gruppe, weder im Hinblick auf die Liquidität noch im Hinblick auf das Vermögen der Gesellschaft.

Beobachter rätseln noch über die Ursachen der starken Kurskorrektur bei praktisch allen Immobilienwerten an der Wiener Börse. Eco Business Immobilien etwa lagen am Nachmittag um 18,7 Prozent tiefer, bei CA Immo International und CA Immo Anlagen verringerte sich das Minus bis 15.30 Uhr auf 8,4 bzw. 9,0 Prozent.

(APA)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.