Die Notenbanken haben mit zusätzlichen Geldspritzen die Lage an den europäischen Börsen beruhigt. So rückte die schwelende Finanzkrise für Anleger etwas in den Hintergrund.
Die Notenbanken haben mit zusätzlicher Liquidität für etwas Ruhe an den europäischen Börsen gesorgt. Die schwelende Finanzkrise und Meldungen über weitere Bankenzusammenschlüsse rückten durch das Eingreifen der Notenbanken nach Analystenangaben vorübergehend in den Hintergrund. Die asiatischen Börsen hingegen setzten ihre Talfahrt fort.
Die Entwicklungen der Börsen im Überblick:
- Der Stoxx50, der die Kurse der 50 größten europäischen Unternehmen zusammenfasst, stieg um 1,0 Prozent auf 2623 Punkte
- Der 225 Werte umfassende Nikkei in Tokio fiel um 2,2 Prozent auf 11.489 Punkte
- Der Shanghai Composite Index fiel um 1,72 Prozent auf 1.895 Punkte
- Aktien-Index Merval (Argentinien) um 5,1 Prozent auf 1.492 Punkte ab
- Bovespa-Index im brasilianischen Sao Paulo rauschte sogar um 6,7 Prozent auf 45.909 Punkte in die Tiefe.
- An der Wall Street verlor der Dow Jones 4,1 Prozent und hält bei 10.609,66 Punkten.
"Liquidität fließt aus allen Ritzen"
"Die internationalen Notenbanken lassen die Liquidität aus allen Ritzen fließen, um den Domino-Effekt im Finanzsektor aufzuhalten", sagte Kapitalmarktexperte Robert Halver von der Baader Bank.
Unterdessen dreht sich das Fusionskarussell bei den Banken immer schneller. In der Früh übernahm der britische Finanzkonzern Lloyds die unter Druck geratene Hypothekenbank HBOS für 12,2 Mrd. Pfund (15,3 Mrd. Euro). Nach einem Medienbericht prüft außerdem die in Bedrängnis geratende US-Investmentbank Morgan Stanley eine Fusion mit einem anderen Finanzhaus.
(Ag.)