Mozart erlesen, Bartók kongenial - GEZA ANDA EDITION

Edition Geza Anda Vol. IV
Edition Geza Anda Vol. IV (c) audite
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Als Bartók-Interpret ist er eine Legende, als feinsinniger Mozartspieler noch vielen Musikfreunden in Erinnerung. Eine CD-Edition würdigt Géza Anda in Livemitschnitten.

Geza Anda war einer der bedeutenden Pianisten des 20. Jahrhunderts. Als wahrscheinlich wichtigster Vorkämpfer für die Musik Béla Bartóks im weltweiten Musikbetrieb hat er sich einen Namen gemacht, dessen Nachruhm bis heute ungebrochen ist. Kaum ein anderer hat Werke wie das heikle, doch - wie gerade er bewiesen hat - höchst effektvolle Zweite Klavierkonzert so beharrlich in die Programme integriert wie Anda.

Konsequent war Anda auch im Schallplatten-Studio aktiv. Während er in Personalunion als Dirigent und Pianist mit der Salzburger Camerata die Mozart-Konzerte aufs feinsinnigste eingespielt hat, ging er mit Ferenc Fricsay ins Studio, um die Bartókschen Konzerte aufzunehmen. Auf Audite erscheinen nun Livemitschnitte aus Köln, die demonstrieren, dass Anda auch im Konzertsaal phänomenal sicher und vor allem mit viel Animo agierte. Das schwierige, selbst im Anda-Live-Repertoire unter die Raritäten zu buchende Erste Bartók-Konzert, erklingt hier rhythmisch elastisch unter Michael Gielen, das Zweite (wie auf der klassischen Studio-Einspielung auf Deutsche Grammophon) unter Fricsay – und, besonders attraktiv: die Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug mit Sir Georg Solti am zweiten Flügel. Ideal für Bartók-Einsteiger.

Dieser Nr. 4 der Anda-Edition gingen bei Audite CDs mit Musik von Mozart (Vol. 1), Beethoven, Brahms und Liszt (Vol. 2) sowie Schumann und Chopin (Vo. 3) voraus. Die Universalität des Pianisten ist hier auf faszinierende Weise dokumentiert. Die Schumann-Aufnahmen von 1957 (wie alle Einspielungen, die hier versammelt sind, mono!) atmen Poesie, Geheimnis (Kresileriana), dabei freilich auch virtuose Kraftentfaltung (Symphonische Etüden), die Chopin-Preludes und die Etüden op. 25 bestechen durch klare, durch keine Schwierigkeit zu irritierende Anschlagkultur. Andas Mozart-Spiel ist viel gerühmt worden, die Spontaneität seines Musizierens (allein, oder mit Kapellmeistern vom Schlag eines Joseph Keilberth) macht Live-Mitschnitte von vier der großen Wiener Konzerte (KV 466, 467, 482 und 488) zu spannenden Hörerlebnissen. Auch die energetischen, dramatisch zugespitzten Wiedergaben der Brahms'schen f-Moll-Sonate und der Liszt-Sonate präsentieren den Meister-Pianisten - Virtuosität im Dienste des unbdingten Ausdrucks.

Geza Anda Edition Vol 1 - 4, Audite (Preiser) 

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