Deutsche Staatsbank suspendiert zwei Vorstände

APA (dpa)
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Als Konsequenz aus der Millionen-Panne bei der deutschen Staatsbank KfW werden zwei Vorstandsmitglieder vorläufig suspendiert. Es handelt sich um die Manager Peter Fleischer und Detlef Leinberger. Die KfW hatte am Montag unmittelbar vor der Lehman-Pleite dem US-Geldhaus 300 Millionen Euro überwiesen, aber nicht die vereinbarte Gegenzahlung erhalten.

Der KfW-Vorstand suspendierte zudem den für Risikocontrolling verantwortlichen Bereichsleiter bis zur Klärung des Vorfalls mit sofortiger Wirkung. Außerdem beauftragte die Bank eine Anwaltskanzlei mit der Prüfung der Vorgänge. Laut der Bank soll es sich bei der Überweisung an Lehman Brothers um einen technischen Fehler gehandelt haben. Die deutsche Staatsbank wird erst seit drei Wochen vom neuen Vorstandschef Ulrich Schröder geleitet.

Bund und KfW haben bisher 8,5 Milliarden Euro für die angeschlagene Mittelstandsbank IKB bereitgestellt, einschließlich des Rettungsbeitrages privater Institute sind es knapp 10 Milliarden Euro. Die IKB war im Jahr 2001 von der KfW übernommen worden, um den Einstieg eines ausländischen Investors zu verhindern - was nun doch geschehen ist.

Zu dem Deal erklärten Verwaltungsratschef Glos und sein Stellvertreter, Finanzminister Peer Steinbrück, am Abend: "Ein Zusammenbruch der IKB konnte verhindert und die IKB als Mittelstandsbank erhalten werden. Der deutsche Finanzplatz wurde stabilisiert und erheblicher volkswirtschaftlicher Schaden abgewendet."

Die deutsche Bundesregierung hatte zuvor mit Empörung auf die fehlerhafte Überweisung reagiert und eine rückhaltlose Aufklärung angekündigt. Finanzminister Peer Steinbrück sprach von einem ungeheuerlichen Vorgang. "Ich jedenfalls habe in meinem Leben so etwas noch nicht erlebt". Der hessische Ministerpräsident Roland Koch sagte, dies sei ein schlechter Tag für die KfW und damit für die deutschen Steuerzahler.

(APA)

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