Faymann will mehr Eingriffsmöglichkeiten für FMA

APA (ORF)
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SPÖ-Spitzenkandidat Faymann wünscht sich mehr Kontrollmöglichkeiten für die Finanzmarktaufsicht (FMA). Derzeit habe die FMA beispielsweise keine rechtliche Möglichkeit, sogenannte "Leerverkäufe" von Aktien zu untersagen. Dabei verkauft ein Spekulant in der Hoffnung auf fallende Kurse ein Papier, das er nicht besitzt bzw. nur geliehen hat.

In den USA, Großbritannien, Deutschland und Belgien sind angesichts der Finanzkrise solche Verkäufe zumindest für einige Finanzinstitute vorerst untersagt worden. In Österreich sei dies nicht möglich, erinnerte Faymann in der Fernseh-"Pressestunde" des ORF. Der SPÖ-Spitzenkandidat wäre aber dafür, ein solches Verbot zu ermöglichen.

Bis zur Wahl ginge sich eine entsprechende Gesetzesänderung aber nicht mehr aus, da dafür zwei Nationalratssitzungen nötig wären, hieß es dazu auf Anfrage der APA in Faymanns Kabinett. Auch habe es dazu bisher keine Gespräche mit den anderen Parteien gegeben, da die FMA erst am Freitag auf das Problem aufmerksam gemacht habe.

(APA)

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