Wall Street: Das Ende der Investmentbanken

Strukturwandel an der Wall Street.
Strukturwandel an der Wall Street.(c) Reuters (Lucas Jackson)
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Die letzten verbliebenen unabhängigen US-Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs werden Holdings. Sie sollen Regierungskredite erhalten, um der derzeitigen Finanz- und Bankenkrise besser standhalten zu können.

Als Reaktion auf die Finanz- und Bankenkrise in den USA werden die großen US-Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs einfache Holding-Unternehmen. Wie die US-Notenbank am Sonntagabend (Ortszeit) bekannt gab, erteilte sie dafür die Genehmigung. Außerdem teilte die Fed mit, dass die beiden Banken Regierungskredite erhalten werden, um der derzeitigen Finanz- und Bankenkrise besser standhalten zu können.

Beide Unternehmen können künftig zu Einlagen berechtigte Geschäftsbanken gründen und dadurch ihre geschwächten Finanzen aufbessern. Im Gegenzug unterliegen Goldman Sachs und Morgan Stanley neuen Regelungen und strikteren Kontrollen der Aufsichtsbehörden, die den Spielraum für riskante Spekulationen einschränken.

Angekündigter Strukturwandel


In einem Kommentar des "Wall Street Journal" hieß es, diese Entscheidung markiere das Ende der Wall Street, wie sie seit Jahrzehnten bekanntgewesen sei. Der angekündigte Strukturwandel folgt auf eine chaotische Woche auf den internationalen Finanzmärkten.

Der Branchenprimus Goldman Sachs und die zweitgrößte US-Investmentbank Morgan Stanley sind die letzten verbliebenen unabhängigen US-Investmentbanken von bis vor kurzem noch fünf Geldinstituten. Finanzmedien hatten in der vergangenen Woche berichtet, die Leitung von Morgan Stanley ziehe zur Rettung der Investmentbank eine Beteiligung des chinesischen Staatsfonds China Investment Corp. (CIC) einer Fusion mit der großen US-Regionalbank Wachovia vor.

Derzeit beraten US-Regierung und Kongress über ein Rettungspaket der Superlative für die Finanzmärkte. Washington plant, den Banken in den kommenden zwei Jahren für bis zu 700 Milliarden Dollar wertlos gewordene Kredite abzukaufen, um einen Zusammenbruch des angeschlagenen Finanzsystems zu verhindern.

Das Rettungspaket ist der vorläufige Höhepunkt der seit mehr als einem Jahr andauernden Immobilienkrise, die durch den Handel mit faulen US-Hypotheken an den internationalen Finanzmärkten ausgelöst wurde. Hauseigentümer in den USA hatten ihre Kredite in Zeiten steigender Zinsen nicht mehr abbezahlen können.

(APA)


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