Gusis Berater

"In meiner aktiven Zeit war er unzählige Male bei mir zum Frühstück, hat sich beraten lassen wegen seiner privaten Finanzen.“

Nicht sehr hübsch, was der – in erster Instanz – verurteilte Helmut Elsner da über den Gerade-noch-Bundeskanzler erzählt. Klar: Den einst so mächtigen Bawag-Chef fuchst das Verhalten seiner früheren Freunde, die jetzt allesamt nichts mehr von ihm wissen wollen.

Uns interessiert hingegen das kleine Aperçu, das die private Beratung des damaligen SPÖ-Vorsitzenden betrifft. Elsner war bis 2003 „aktiv“. Da übte Herr Gusenbauer den Job eines Abgeordneten zum Nationalrat aus, er war nominell auch Fraktionschef der SPÖ, nebstbei ehrenamtlich Parteivorsitzender. Und da waren Schulden in der Parteikasse – jede Menge. Alfred Gusenbauer hat sich ja als vorbildlicher Genosse an vorderster Stelle mit Privatvermögen an der Gesundung des SPÖ-Kontos beteiligt! Also, von höchstrangiger Beratung bezüglich privater Finanzen wird da nicht mehr sehr viel übrig geblieben sein. Gusi war zu jener Zeit Otto Normalverbraucher. Fazit: Diese Story glauben wir einfach nicht! hws


pizzicato@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.09.2008)

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