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Haider kritisiert "alte Hetzjagd" gegen das dritte Lager

Jörg Haider
(c) EPA (Barbara Gindl)
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"Wir sind eine demokratische Bewegung", betont der BZÖ-Chef im Hinblick auf ausländische Pressestimmen, die seine Partei als rechtsextrem einstufen. Koalitions-Gespräche mit anderen Parteien habe es noch nicht gegeben.

BZÖ-Chef Jörg Haider hat sich am Tag nach der Wahl über Stimmen aus dem In- und Ausland über das Abschneiden des dritten Lagers empört: "Ich bin bestürzt, mit welchem Zynismus manche selbst ernannte Intellektuelle die alte Hetzjagd wieder neu aufleben lassen." Schon einmal sei es "jenen, die das inszeniert haben, nicht gut bekommen", so Haider am Montag nach der Sitzung des orangen Bundesparteivorstandes.

"Wir sind eine demokratische Bewegung", betonte Haider im Hinblick auf Stimmen der internationalen Presse, die das BZÖ dem rechtsextremen Lager zuordnen. Man werde es nicht zulassen, eine demokratische Entscheidung schlechtzureden.

Schwerwiegende Entscheidungen hat es bei der Sitzung der BZÖ-Spitze noch nicht gegeben. Stattdessen wollen die Orangen offensichtlich rasch mit Sachthemen punkten. Haider pochte etwa auf die rasche Sanierung der Gebietskrankenkassen. Weitere Maßnahmen, die auch bei eventuellen Koalitionsverhandlungen Thema sein sollen, sind Fragen des Konsumentenschutzes im Zusammenhang mit der Bankenkrise, sowie Sicherheitspolitik. Haider will bei Letzterem "einige neue und schärfere Akzente setzen".

Haider betonte, das BZÖ sei jederzeit bereit, Regierungsverantwortung zu übernehmen. "Wir sind heute eine stattliche Fraktion im neuen Parlament." Gespräche mit anderen Parteien habe es noch nicht gegeben, sagte Haider. So würden sich manche Gegner noch im "Lazarett" befinden. "Aber wenn sie wieder gehfähig geworden sind, werden wir die Gespräche aufnehmen."

(APA/Red.)