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Umsetzung: Unified Communication für alle Branchen geeignet

(c) Bilderbox
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Österreichische Unternehmen lagern Betreuung von UC-Lösungen teilweise aus.

Unified Communication eröffnet vollkommen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Auf Tastendruck eine Audio-/Videokonferenz aufzubauen und mit Hilfe von Dokumenten- und Desktopsharing gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten, erhöht nachhaltig die Produktivität der Mitarbeiter. Dabei muss, wie aktuelle Beispiele aus Österreich zeigen, nicht immer der komplette Produktumfang installiert werden.

 

Weltweit auf Anfragen reagieren

Den ersten Schritt zu einer umfassenden UC-Lösung setzte die Austrian Airlines Group im Rahmen der Übersiedlung an den neuen Standort am Flughafen Wien-Schwechat. Durch das neue Kommunikationssystem auf Basis des Cisco „Unified Communications Manager“ sind die Mitarbeiter nun nicht mehr an ihren Büroarbeitsplatz gebunden, sondern können weltweit mittels Teleworking oder Street-/Mobile-Working auf Anfragen reagieren.

Das System integriert sich außerdem in die bestehenden Office-Applikationen und bietet der Austrian Airlines Group darüber hinaus auch UC-Funktionen wie etwa die Möglichkeit, die Erreichbarkeit der Mitarbeiter über jeden PC und jedes Telefon abzurufen. „Jeder kann zu jeder Zeit und an jedem Ort erreichbar sein, wenn er das möchte“, fasst Rainer Pichler, CIO bei der Austrian Airlines Group, zusammen.

Dass man bei einer UC-Lösung nicht alles selbst machen muss, zeigt das Beispiel des Montagespezialisten Würth. Zwischen der Zentrale und den zehn Kundenzentren wird kostenfrei über das Datennetz telefoniert. Darüber hinaus gibt es ein unternehmensweites Telefonbuch sowie die Integration einer Fax- und SMS-Lösung. Das Datennetz, das gleichzeitig auch die Telefonanlage ist, wird dabei von Telekom Austria Business Solutions für das Unternehmen administriert. „Wir sind eigentlich keine klassischen Outsourcer, aber das Infrastrukturthema haben wir gerne ausgelagert, um uns auf unsere Kernkompetenzen zu konzentrieren“, begründet Würth-Geschäftsführer Alfred Wurmbrand die Entscheidung.

 

Sechs Standorte verbunden

Umfassend eingesetzt wird UC bereits innerhalb der österreichischen Kapsch BusinessCom AG. Als Dienstleister für IT- und Telekommunikationslösungen lebt das Unternehmen UC quasi vor. Auf Basis von „Microsoft Unified Communications“ wurden sechs verschiedene Standorte miteinander verbunden. Die Mitarbeiter können dank der aktuellen Präsenzinformationen optimal miteinander in Kontakt treten und profitieren vom Zusammenspiel von Telefonen am Arbeitsplatz, mobilen Endgeräten und den Geschäftsanwendungen.

Gemeinsam ist diesen Projekten, dass sie oft in Zusammenarbeit mit externen Partnern durchgeführt werden. Bernhard Obernosterer, Mitglied der Geschäftsleitung der mii AG: „UC kann enorme Potenziale im Unternehmen heben. Aber es darf keinesfalls die Komplexität unterschätzt werden, die eine Zusammenführung aller Kommunikationswege mit sich bringt. Dafür braucht es Spezialisten, die das Zusammenspiel zwischen virtueller und realer Kommunikation und die IT bestens kennen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.10.2008)