Konkursverwalter "verliert" Aktien von Ex-UBS-Chef

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UBSAP (Steffen Schmidt)
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Der ehemalige Chef der Schweizer Großbank hält theoretisch 2,78 Prozent an der UBS. Allerdings hält eine Beteiligungs-Gesellschaft sein Paket. Die wiederum hat es an Lehman verliehen - weshalb es "weg" sein könnte.

Der frühere Chef der Schweizer Großbank UBS Luqman Arnold sucht seine UBS-Aktien. Das von seiner Beteiligungsgesellschaft Olivant gehaltene Paket von 2,78 Prozent ist im Strudel der Pleite der US-Investmentbank Lehman verschwunden.

Kein Zugriff durch Lehman-Pleite

Die britische Olivant hielt ihre UBS-Beteiligung über den Prime Broker Lehman Brothers International Europe (LBIE). Nach dem Konkurs von Lehman hat Olivant nun offenbar keinen Zugriff mehr auf die UBS-Aktien.

Ausgeborgt = geschenkt

Prime Broker stellen öfters Hedge-Fonds Fremdkapital gegen Sicherheiten- vor allem Wertpapiere - zur Verfügung. Diese Aktien verwenden die Prime Broker dann aber auch für eigene Zwecke und leihen sie zum Beispiel an Dritte aus. Daher sind sie nur schwer zu finden.

Selbst wenn die ausgeliehenen Aktien aufgespürt werden, kann sie der ursprüngliche Halter nicht einfach zurückfordern, da sie gemäß einem Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung" als Teil der Konkursmasse angesehen werden. Denn nach britischem Recht ist die Ausleihung von Aktien mit einem Transfer von Eigentum verbunden.

Stimmrecht von Arnold gefährdet

Das bringt Arnold in arge Verlegenheit: So war am Tag vor der außerordentlichen Generalversammlung der UBS unklar, ob und mit welchem Gewicht er mitstimmen kann. Gemäß einem Bericht des "Tages- Anzeigers" kann Olivant das Stimmrecht nicht ausüben.

(Ag.)

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