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"Die Partei" kommt nach Österreich

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Deutsche Satire-Partei gründet Österreich-Ableger: Der "wichtigste Politimport seit 1938" lädt am Nationalfeiertag zur Parteiversammlung.

Am Nationalfeiertag fällt in Wien der Startschuss für den Österreich-Ableger der deutschen Satire-Partei "Die Partei". "Wiener! Niederösterreicher! Hochösterreicher! Gebt Eurer Politik die Ernsthaftigkeit zurück! Macht mit beim Gründungsparteitag der PARTEI Österreich! Schon jetzt der wichtigste Politimport seit 1938!", heißt es auf dem Facebook-Auftritt. Die erste Parteiversammlung findet am 26. Oktober um 15 Uhr in einem Bierlokal im ersten Wiener Bezirk statt. Einige Programmpunkte: "Vorstellung der HintnerJugend", "Bierschutzpartei-Übernahme mit Blumenstrauß", "Pfeiffkonzert und Kampfansage an die Sozen".

Einen Vorgeschmack darauf, was von der Satire-Partei zu erwarten ist, zeigt ein Video aus der Steiermark - "Stadtrundgang mit Erstwähler-Kontakt":

Sonneborn im EU-Parlament

In Deutschland tritt "Die Partei" offiziell bei Wahlen an, sie war bereits bei Kommunalwahlen und bei der Europawahl erfolgreich. Der Gründer Martin Sonneborn sitzt seit Mai im EU-Parlament, wo er immer wieder für Lacher und Aufregung sorgt. Zuletzt fragte der ehemalige Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic" etwa den umstrittenen ungarischen Kommissionskandidaten Tibor Navracsics, ob er "Mein Kampf" als Lektüre an ungarischen Schulen einführen wolle.

Vom deutschen EU-Kommissar Günter Oettinger wollte er wissen: "Werden Sie sich in ihrer Funktion als Digitalkommissar für das Recht auf Vergessen im Internet einsetzen?" Und wenn ja, wie wolle er verhindern, dass etwa Oettingers umstrittene Äußerungen zu der Nazi-Vergangenheit seines Vorgängers als Ministerpräsident Baden-Württembergs, Hans Filbinger, "aus Versehen gelöscht werden".

"Machtübernahme im kotelettenförmigen Land"

Bereits im Sommer verriet Sonneborn, der sich selbst als "deutsche Antwort auf Adolf Hitler" bezeichnet, in einem "Falter"-Interview: "Wir werden wahrscheinlich den Nationalfeiertag ins Auge fassen, um das Land wieder zu übernehmen. Diesmal aber mit Österreichern." Er wolle "in diesem kleinen, kotelettenförmigen Land die Machtübernahme ausprobieren".

Martin Sonneborn
Martin SonnebornImago

>>> Facebook-Auftritt von "Die Partei"

(Red./APA)