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Schauspieler Kurt Weinzierl gestorben

(c) APA (Nikola Konstantin)
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Durch die TV-Serie "Kottan ermittelt" erlangte der Schauspieler breite Popularität. Er starb mit 77 Jahren an einer "akuten Entzündung".

Der Schauspieler und Regisseur Kurt Weinzierl ist tot. Er starb am Freitag in München im Alter von 77 Jahren an einer "akuten Infektion". Das teilte seine Sprecherin Hannelore Dietrich am Montag mit: "Er war nach längerer Krankheit dabei sich zu regenerieren. Ein gesunder Mensch wäre an dieser Infektion nicht gestorben", sagte sie.

Der Schauspieler soll am kommenden Freitag um zehn Uhr vormittags am Münchner Nordfriedhof beigesetzt werden.

Weinzierl wurde 1931 in Innsbruck geboren. 1942 kam er zum Theater: Als Statist in Tiroler Landestheater. Nach seiner Ausbildung am Mozarteum gelangte er über die heimischen Landestheater in St. Pölten, Klagenfurt und Salzburg gelangte er an die großen Bühnen. Dort stand er unter anderen mit Hans Moser, Therese Giehse und Paula Wessely auf der Bühne.

Von Jägerstätter zu Kottan

Mit der Rolle des katholischen Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter in Axel Cortis Dokumentarspielfilm gelang ihm 1971/72 der Durchbruch auch abseits der Theaterbühnen. Für Lacherfolge im Fernsehen sorgte er in der österreichischen Kultserie "Kottan ermittelt" in der Rolle des Wiener Polizeidirektors Heribert Pilch.

Zu sehen war er u.a. auch in den TV-Serien "Ein Schloß am Wörthersee" und - an der Seite von Karl Merkatz - in "Der Spritzen-Karli", in "Ein echter Wiener geht nicht unter" und in der "Piefke Saga".

Weinzierl machte auch Abstecher ins internationale Kino - u.a. war er in Hans Noevers Film "Der Preis des Überlebens" mit Michel Piccoli und in Rainer Werner Fassbinders "Berlin Alexanderplatz" zu sehen.

"Tollste Beruf der Welt"

Die Schauspielerei war für Weinzierl "der tollste Beruf der Welt", doch auch als Regisseur hat er zahlreiche Inszenierungen geliefert. Weinzierl inszenierte etwa am Bregenzer Theater am Kornmarkt die politische Farce "Der unheimliche Geliebte" von Lorenz Gutmann und Veronika Eberl. 1999 erhielt der Wahlmünchner das Österreichische Ehrenkreuz erster Klasse.

"Wir trauern um eine große Persönlichkeit unseres Landes. Obwohl die Theater- und Fernsehbühnen der Welt seine Heimat waren, ist Kurt Weinzierl im Herzen doch immer ein Tiroler geblieben und war mit seiner Heimat tief verwurzelt", erkannte der Tiroler LH Günther Platter (V) in einer Aussendung. Für ihn verliere das Land einen wichtigen Botschafter Tirols. Weinzierl sei in all seinen Rollen und Auftritten immer eine künstlerische Visitenkarte des Landes gewesen.

(APA/Red.)