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Telekom gibt Nutzerdaten an Porno-Industrie weiter

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(c) www.BilderBox.com (Erwin Wodicka)
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Die Telekom Austria hat Daten von Nutzern weitergegeben, die illegal Pornos aus dem Internet geladen haben. Firmen wie Hustler verlangen nun rund 800 Euro pro Datei.

Österreichs größter Internetprovider, die Telekom Austria, hat auf Anfrage der Porno-Industrie Nutzerdaten weitergegeben. Das berichtet das Magazin Format in seiner Freitagsausgabe. Die Telekom hätte auf eine Reihe von Anwaltsschreiben reagiert, die Telekom-Kunden für Urheberrechtsverletzungen belangen wollten. Konkret ging es um die Übertragung von Pornodateien über das P2P-Netz eDonkey. Noch ist unklar, ob die Telekom die Daten hätte weitergeben dürfen.

Unternehmen wie Hustler und die Wuppertaler Muschi Movie INO GmbH haben die Vorarlberger Rechtsanwaltskanzlei Längle Fussenegger Singer mit dem Fall betraut. Sie fordern nun eine Pauschale von rund 800 Euro pro Datei - bei Nichtzahlung muss mit einer Klage über 36.000 Euro gerechnet werden. Die Chancen das Geld ohne Klage zu erhalten stehen nicht schlecht: "Die Angst ist vielfach so groß, dass die Angeschriebenen bereit sind, alles auf sich zu nehmen, um nur sicherzustellen, dass die Sache niemand erfährt", meint der Anwalt Johannes Öhlböck gebgenüber dem Format.

Die Telekom Austria sieht sich zur Datenweitergabe verpflichtet: 2005 hätte es ein entsprechendes Urteil des Obersten Gerichtshofes gegeben, meint die Telekom gegenüber dem ORF. Internetrechtsexperten sind sich in diesem Punkt allerdings noch uneins. Derzeit soll laut einem Salzburger Richter noch keine zivilrechtliche Auskunftspflicht bestehen.

 

(Red.)