Das war die „Presse“-Gala

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Österreich liebt seine Traditionen. Spätestens, wenn eine Veranstaltung fünf Mal hintereinander, noch dazu höchst erfolgreich, stattgefunden hat, allerspätestens dann spricht man in Österreich von Tradition.

So gesehen hat die „Presse“ mit der Kür der Österreicher des Jahres eine Tradition im Vorfeld des Nationalfeiertages begründet, die nicht mehr wegzudenken ist. Am Montagabend war es wieder so weit: Im Rahmen einer opulenten, vom ORF zeitversetzt im Fernsehen übertragenen Gala in den Dekorationswerkstätten von Art for Art, wurden die Austria'08-Trophäen verliehen.

In fünf Kategorien wurden Persönlichkeiten auf die Bühne und vor die Kameras gebeten, die sich diese Auszeichnung wahrlich verdient haben. Und es waren diesmal so viele wie bisher noch nie. Neun neue Österreicher des Jahres hat das Land.

Wahrscheinlich die berührendsten Momente dieses ereignisreichen Abends: Als Casino-Vorstandsdirektor Dietmar Hoscher gegen Schluss der Veranstaltung den Namen jener Nominierten nannte, die von den Lesern der „Presse“ per Voting in der Sparte Humanitäres Engagement zur Österreicherin des Jahres erkoren wurde. Aus Marianne Hengl, die von Kindheit an im Rollstuhl sitzt, brach ein kurzer Freudenschrei. Das langjährige Engagement in der Hilfe für Behinderte im Verein RollOn hat der umtriebigen Tirolerin zur, wie sie selbst in ihren Dankesworten sagte, ersten öffentlichen Auszeichnung ihres Lebens verholfen.

In der Sparte Wirtschaft kamen vier Männer zum Zug: Wolfgang Anzengruber (Palfinger) sowie Andreas, Johannes und Leonid Rath (Lobmeyr Glas). Die Kategorien Wissenschaft, Creative Industries und Kulturmanagement entschieden Niyazi Serdar Sariciftci (Solarforscher), Wendy&Jim (Modedesigner) und Agnes Husslein (Belvedere) für sich.

Fortsetzung folgt. Nächstes Jahr. Traditionen wollen ja schließlich auch gepflegt werden. d.n.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.10.2008)

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