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Goldpreis stürzt auf Niveau von Herbst 2007 ab

Goldummantelte Zigarre
(c) AP (Christof Stache)
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Jetzt bricht auch noch der Goldpreis ein - um fast 32,8 Dollar je Unze seit Mittwoch. Nun notiert die Unze bei 735,20 Dollar, so billig wie am 4. September 2007.

Die Flucht ins angeblich krisensichere Gold könnte einige Anleger teuer zu stehen kommen. Angesichts der Angst vor einer weltweiten Rezession fiel der Preis für das Edelmetall am Mittwoch an der New Yorker Rohstoffbörse NYMEX um 32,80 Dollar auf 735,20 Dollar (572,5 Euro) je Unze. Das war der niedrigste Stand seit dem 4. September 2007.

Grund: Ausverkauf von Rohstoffen

Grund für den Einbruch sind Sorgen um die Weltkonjunktur und ein erstarkender Dollar. Dies fördert den Ausverkauf von Rohstoffen, die als Absicherung gegen Inflation und eine schwache US-Währung genutzt werden. Analysten zufolge ist der weitere Verlauf des Goldpreises schwer vorherzusagen. Der Goldexperte Jon Nadler erklärte, es sei unklar, ob der Tiefpunkt erreicht sei oder es mit dem Kurs noch weiter unter die 700-Dollar-Marke gehen könnte.

Einst, als Gold noch 1000 Dollar kostete

Die Goldpreise kletterten zuletzt Anfang des Monats in schwindelerregende Höhen. Die Marke von 1.000 Dollar überschritt der Goldpreis bereits im März. Danach ging es abwärts, bis die jüngste Krise an der Wall Street wieder für starken Auftrieb sorgte. Der Vergleich zum Rekordpreis aus dem März hinkt allerdings, weil der Dollar inzwischen deutlich an Wert zugelegt hat.

Der Rettungsanker sitzt locker

Gold gilt traditionell als Rettungsanker in unsicheren Zeiten. Experten raten Privatanlegern allerdings ab: Der Markt sei genauso spekulativ wie der Aktienmarkt. Je mehr Anleger in Gold investierten, desto schwankungsanfälliger werde der Preis.

Von der jetzigen Rohstoffbaisse ist nicht nur das Gold betroffen: Auch die Preise für Silber und Kupfer gaben am Mittwoch an der New Yorker Börse deutlich nach. Ähnlich ist die Entwicklung bei Rohöl oder Agrarprodukten wie Soja, Weizen, Mais und Rindfleisch.

(Ag.)