Die Kärntner AvW Invest kann die im September veröffentlichte Gewinnerwartung für das Geschäftsjahr 2008 nicht halten. Details werden mit Veröffentlichung des Ergebnisses für das dritte Quartal bekannt gegeben, teilte die AvW Invest am Freitagabend mit. Ferner gab die Gesellschaft bekannt, die Wertpapierdienstleister-Konzession zurückgelegt und die Finanzmarktaufsicht darüber informiert zu haben.
Die AvW Invest AG ist noch nicht der behördlichen Aufsicht entzogen. Die Zurücklegung der "WAG-Konzession" bedarf laut dem Sprecher der Finanzmarktaufsicht (FMA), Klaus Grubelnik, nämlich der Zustimmung des Regierungskommissärs Martin Wagner. Dieser war der AvW Invest am Mittwoch beigestellt worden. Er hat die Aufgabe, Gefahren für die finanziellen Angelegenheiten der Kunden abzuwenden. Er bleibt so lange im Amt, bis "alle Kundengeschäfte abgewickelt sind".
Erst wenn Wagner die Zurücklegung unterschrieben hat und die Kundengeschäfte abgewickelt sind, "gibt es einen Feststellungsbescheid, dass diese Konzession tatsächlich erloschen ist", so Grubelnik. Die Zurücklegung stehe der AvW zwar frei, sei aber noch nicht rechtswirksam.
Die AvW Invest hat die Konzession für Anlageberatung, für Portfolioverwaltung und für die Annahme und Übermittlung von Aufträgen, so Grubelnik. Außerdem sei die Kärntner Firma berechtigt, Finanzdienstleistungsassistenten zu beschäftigen.
Wenn ein Unternehmen ihr Geschäft nicht mehr ausüben will, sei die Zurücklegung der Konzession üblich. Über den konkreten Fall konnte Grubelnik aber nichts sagen. Seitens der AvW hieß es, "das ist ein behördlicher Schritt", den man nicht kommentieren könne.
(APA)