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AUA-Verkauf: "Äußerst schmerzhaft für Privatanleger"

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(c) APA (Robert Jaeger)
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Wilhelm Rasinger, Chef des Anlegerverbands IVA, kritisiert die Verlängerung des Kaufangebots der heimischen Airline bis Dezember. Die wirtschaftliche Lage werde sich weiter zuspitzen.

Als "äußerst schmerzhaft" für Privatanleger bezeichnete der Präsident des Interessenverbandes der Anleger (IVA), Wilhelm Rasinger, die Verlängerung des Kaufangebots für Austrian Airlines (AUA) durch die deutsche Lufthansa. Die Hoffnungen, dass kleine Investoren "noch etwas für ihre Aktien bekommen, schmilzt in der Herbstsonne dahin", sagte Rasinger am Montag auf Anfrage.

Bis Dezember - so lange wird die Offerte der Kranich-Airline aufrechterhalten - werde sich die allgemeine wirtschaftliche Lage und die Situation der AUA weiter zuspitzen, befürchtet Rasinger. Es sei damit zu rechnen, dass der Abfindungspreis für Privatanleger weiter sinken wird.

Partnerschau sollte 2006 beginnen

Heftige Kritik übte Rasinger erneut an AUA-Chef Alfred Ötsch und dessen "Stand-Alone-Strategie". Als dieser Mitte 2006 Vagn Sörensen auch als Vorstandsvorsitzenden ablöste, "hätte es eine Tabula Rasa bedurft". Ötsch habe die Anleger bei dem Vertrauensvorschuss, der ihm durch die letzte Kapitalerhöhung gewährt worden sei, "zutiefst enttäuscht".

Schon vor zwei Jahren hätte sich die AUA um einen Partner umschauen müssen, anstatt "weiterzuwurschteln", so Rasinger. Die "Realitätsverweigerung" durch den Aufsichtsrat und den Vorstand habe sich schließlich zu Lasten der Privatanleger und für alle Beteiligten entwickelt.

Harte Bedingungen der Lufthansa

Dass die Lufthansa offenbar die Übernahme von 500 Mio. Euro Schulden durch den Staat verlangt, ist für Rasinger eine harte Bedingung. Man könne aber "froh sein, wenn man überhaupt genommen wird", denn es gebe keine Alternative.

(APA/Red.)