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IWF legt Nothilfe-Fonds für Schwellenländer auf

Der IWF will mit kurzfristigen Finanzhilfen Schwellenländern unter die Arme greifen.
(c) REUTERS (ATHAR HUSSAIN)
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Dem Internationalen Währungsfonds stehen rund 200 Milliarden Dollar für kurzfristige Finanzhilfen für Schwellenländer zur Verfügung. Zu möglichen Kandidaten äußerte sich IWF-Chef Strauss-Kahn nicht.

Angesichts der internationalen Kreditkrise will der Internationale Währungsfonds (IWF) Schwellenländern ohne Vorbedingungen mit kurzfristigen Finanzhilfen unter die Arme greifen. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn teilte am Mittwoch in Washington mit, dass ein entsprechender Nothilfe-Fonds gebilligt worden sei. "Außergewöhnliche Zeiten verlangen außergewöhnliche Antworten", erklärte er.

Bisher war die Vergabe von Krediten des IWF an teils sehr strikte Auflagen wie etwa den Abbau von Subventionen oder die Privatisierung von Staatsbetrieben gebunden. Dem Währungsfonds stehen nach eigenen Angaben rund 200 Mrd. US-Dollar (157 Mrd. Euro) für Kreditprogramme zur Verfügung.

Die Hilfen sollen den Angaben zufolge Ländern mit gesunden Volkswirtschaften zur Verfügung gestellt werden, die nun unverschuldet in eine vorübergehende Kapitalnot geraten sind. "Die anhaltenden Turbulenzen auf den Kapitalmärkten haben zu erheblichen Liquiditätsschwierigkeiten einiger Schwellenländer geführt, auch solcher mit intakten makroökonomischen Rahmenbedingungen", sagte Strauss-Kahn.

Zu möglichen Kandidaten äußerte sich Strauss-Kahn nicht. Wenn ein Land Hilfen beantrage, werde dies vertraulich geschehen, sagte er. Auf die Frage, ob etwa Argentinien anspruchsberechtigt sei, erklärte er jedoch, dies sei nicht der Fall.

(APA)