"Heimurne": Asche darf mit nach Hause genommen werden

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Seit heuer darf man in Wien einen kleinen Teil des Asche eines Verstorbenen mit nach Hause nehmen. Die Porzellanmanufaktur Augarten bietet dafür nun edle Behältnisse an.

Einen kleinen Teil des Verstorbenen in Form der Asche bei sich behalten: Diesem Wunsch darf seit Jahresbeginn in Wien auch ohne bisher erforderliche Sondergenehmigung nachgekommen werden. Die Porzellanmanufaktur Augarten und die Bestattung Wien bieten nun kleine "Memorialurnen" an, in denen ein "symbolischer Teil" der Asche mit nach Hause genommen werden.

Der größere Teil der sterblichen Überreste wird weiterhin in einer Urne bestattet, die kleine Memorialurne wird den Verwandten übergeben. Der Behälter ist in verschiedenen Designs erhältlich. Jede Urne wird per Hand gefertigt und bemalt. "Wünschen nach Familienwappen, einem Namen oder einem Spruch können wir so leicht nachkommen, bei uns ist die Individualisierung schon fast Standard", sagt Augarten-Chef Fritz Panzer.

Neben den edlen Augarten-Porzellanurnen bietet die Bestattung Wien auch Holzurnen zum Selbstbemalen, Metall- und Glasurnen oder abbaubare Naturstoffurnen an.

Wählen kann man etwa zwischen den Designs
Wählen kann man etwa zwischen den Designs "Elisabeth", "Maria Theresia" oder "Jugendstil" - bei der Auswahl der Motive nehme man vor allem auf den Standort Wien und seine Traditionen Bezug, sagt Fritz Panzer, Geschäftsführer von Augarten. .APA/HERBERT NEUBAUER

25 Prozent Feuerbestattungen

Derzeit orte man einen verstärkten Trend zu Feuerbestattungen, sagt Jürgen Sild, Geschäftsführer der Bestattung Wien. 2500 und damit 25 Prozent der Begräbnisse werden als Verbrennung durchgeführt, damit liegt Wien allerdings immer noch unter dem Österreichschnitt von 33 Prozent. Andererseits gebe es immer häufiger den Wunsch, "der Persönlichkeit des Verstorbenen gerecht zu werden", so Sild. Deshalb passe man die Produktpalette laufend an, jetzt eben an die gesetzlichen Möglichkeiten.

(APA)